Septemberrundschau

Sozialwissenschaftliche Leseempfehlungen, kurz notiert

Sebastian Wehrhahn denkt in der Monatszeitung Analyse und Kritik (15. September 2015) über Die Tradition der Unterdrückten. Zum 75. Todestag von Walter Benjamin (1892–1940) nach.

Im Atlantic Magazine (September 2015) schreibt Ta-Nehisi Coates folgenden Letter to My Son: “Here is what I would like for you to know: In America, it is traditional to destroy the black body—it is heritage.” Derweil machen sich Greg Lukianoff and Jonathan Haidt Sorgen über politische Korrektheit, Triggerwarnungen und The Coddling of the American Mind

Die Blätter für deutsche und internationale Politik (Heft 9 2015) veröffentlichen Michael Burawoys Aufsatz Warum öffentliche Soziologie? und stellen mit Christoph Butterwegge Vererbte Privilegien infrage. 

Das Kursbuch 183 beschäftigt sich mit dem Thema „Wohin flüchten?“, enthalten sind Beiträge von Armin Nassehi, Jochen Oltmer und vielen anderen.

In Le Monde diplomatique (September 2015) empfiehlt sich Barbara Kuchlers Text Vernünftig, menschlich, illegal über die Problematik des Dublin-Abkommens. 

Die Ausgabe 796 des Merkur (September 2015) bringt unter dem Titel Grundrechte sind der Riss in der Mauer der Macht ein Gespräch von Monika Dommann und Kijan Espahangazi mit der Verfassungsrichterin Susanne Baer. Außerdem versucht sich Markus Schroer in Erde, Klima, Territorien an den Konturen einer Geosoziologie. Philip Manow und Roman Köster befassen sich derweil in ihren Kolumnen mit Politischem Gehen respektive Geplanter Obsoleszenz.

Das New York Review of Books vom 24. September macht auf mit Marilynne Robinsons Fear, hat aber auch eine Sammelrezension von James Surowiecki über Joseph Stiglitz mit dem schönen Titel Why the Rich Are So Much Richer zu bieten. Timothy Snyder, dessen Buch zum Holocaust vor kurzem auf den Markt kam, ist mit einem Aufsatz über Hitler’s World vertreten. 

Die 19. Polar-Ausgabe (September 2015) behandelt anlässlich der aktuellen Konflikte das Thema „Krieg und Frieden“. Darin zu finden sind u.a. Beiträge von Reinhard Merkel zum Demokratischen Interventionismus, Heinrich August Winkler über internationale Verantwortung und Anna Geis über Demokratischen Frieden.

Im 180. Heft von Prokla (September 2015) geht es dazu passend um Die politische Krise in Europa und die Reorganisation der bürgerlichen Kräfte.

TUMULT eröffnet dagegen die September-Ausgabe mit einem Interview mit Jean-Luc Nancy unter dem Motto Politik, das wäre die Praxis des Auflauerns. Der Schwerpunkt des Hefts ist dem Verhältnis von Marcuse und Heidegger gewidmet.  

Die Zeitschrift für Ideengeschichte konzentriert sich in ihrem Herbstheft auf das Thema Schändung, befasst sich aber auch etwas eingehender mit Edmund Burke. Harald Bluhm hat dazu den Text Politische Klugheit. Burke als Korrektiv beigetragen.