Passungsverhältnisse im Bildungssystem – Beiträge zur theoretischen und empirischen Systematisierung einer Forschungsheuristik

Frühjahrstagung der DGS-Sektion Bildung und Erziehung, 8.–9.5.2015, Universität Marburg

Im Zentrum der Frühjahrstagung 2015 stand das Thema Passungsverhältnisse im Bildungssystem. Der Begriff der ‚Passung‘ scheint einerseits ein geeignetes Konstrukt, um spezifische Übereinstimmungen zwischen Personengruppen oder auch zwischen Subjekten und Institutionen abbilden zu können. So wird er in der soziologischen Bildungsforschung häufig benutzt, um die unterschiedlichen Verhältnisse zwischen heterogenen SchülerInnengruppen und den Anforderungen des Bildungssystems zu analysieren. Pierre Bourdieu verwendete beispielsweise den Begriff der kulturellen Passung, um unterschiedliche Ausgangsbedingungen von Kindern zu beschreiben, die sich aus ihrer sozialen Herkunft und den sozial erwünschten habituellen Dispositionen im Bildungssystem ergeben. Unter ‚Passung‘ lassen sich aber auch andere Beziehungen verstehen, wie die Kopplung zwischen Bildungs- und Berufssystem oder andere Zusammenhänge, die einer kritischen soziologischen Analyse bedürfen und angesichts der mit ihnen einhergehenden vielfältigen sozialen Ungleichheiten zu den brennend aktuellen Themen in Deutschland gehören.

Andererseits ist der Begriff der Passung in vielen Zusammenhängen bisher theoretisch unterentwickelt geblieben, sodass eine Schärfung des Konzeptes noch aussteht. Daher diente die Frühjahrstagung zum einen dazu aufzuzeigen, in welcher Weise der Passungsbegriff in bildungssoziologischen Studien verwendet wird, um anhand dessen mögliche theoretische-begriffliche Verkürzungen zu diskutieren. Zum anderen sollte auf eine Systematisierung des Begriffes der Passung in seinen verschiedenen Bedeutungen und Bezugsebenen hingewirkt und nach seinem Potenzial für die theoretische Fundierung bildungssoziologischer Fragestellungen und Perspektiven gefragt werden.

Den Auftakt zum ersten Themenfeld „Passungsverhältnisse in beruflichen Kontexten“ bildeten die Befunde CHRISTIAN EBNERs (Köln / Bonn) zur Passung von dualer Ausbildung und Arbeitsmarkt. Für die quantitative Erfassung dieses sehr komplexen Zusammenhangs schlug er vier Analysedimensionen vor: die Passung vom dualen Ausbildungssystem zum Erwerbssystem, zu den Berufen, zur Fachtätigkeit und zum Ausbildungsbetrieb. Die präsentierten empirischen Befunde aus seiner international vergleichenden Studie zeigten für Deutschland (im Vergleich zu vier anderen europäischen Staaten) insgesamt eine eher geringe Passung zwischen dualem Ausbildungs- und Beschäftigungssystem, wie er anhand der Übernahmequoten von Auszubildenden und ihre Verweildauer im Ausbildungsbetrieb verdeutlichte.

Mit ihrem Beitrag zu betrieblicher Passung griff CAROLINE JANZ (Freiburg) eine der vorgeschlagenen Analysedimensionen auf, um auf der Basis von qualitativen Interviews mit Personalverantwortlichen von Klein-, Mittel- und Großbetrieben deren Vorstellungen von zum Betrieb ‚passenden‘ BewerberInnen zu ergründen. Ihre Analysen zeigten, dass jenseits von schulischen und beruflichen Qualifikationen die betriebliche Normalitätserwartung eine zentrale Rolle spielt. Solche expliziten und impliziten Annahmen von Personalentscheidern über betrieblich anschlussfähige Eigenschaften und Merkmale (potenzieller) MitarbeiterInnen beziehen sich dabei nicht zuletzt auch auf verkörperte Dimensionen des Sozialen, wie sie etwa im körperlichen Ausdruck der BewerberInnen von den Auswählenden wahrgenommen und in die Entscheidungsfindung einbezogen werden.

MARC HOLLAND-CUNZ (Esslingen) verwies mit seinem Vortrag auf eine weitere Dimension von ‚Passung‘ in beruflichen Kontexten des Bildungssystems, indem er auf der Basis einer Interviewstudie nach den Reibungen in der Kooperation von Lehrkräften und SchulsozialarbeiterInnen fragte, als deren Ursprung er unterschiedliche „professionelle Habitus“ ausmachte. Diese – so zeigten seine Analysen – stehen in Zusammenhang mit den typischen Herkunftsmilieus und biografischen Verläufen beider Berufsgruppen. Auch ihre jeweiligen professionsspezifischen Handlungs- und Wahrnehmungsmuster im Zusammenhang von sozialen Diskriminierungsprozessen in schulischen Kontexten seien von Bedeutung. Diskutiert wurde, inwieweit sich möglicherweise solche professionsspezifischen Unterschiede gerade als produktiv für die Bearbeitung der sozialen Ungleichheiten erweisen könnten, da diese so aus unterschiedlichen Perspektiven heraus beleuchtet werden können.

TOBIAS SANDER (Hannover) leitete mit seinem Vortrag in den zweiten Themenschwerpunkt „Passungsverhältnisse im Studium“ ein. Er richtete seine Analyse auf Studierende des dritten Bildungsweges (BQ-Studierende), die ihren Hochschulzugang aufgrund beruflicher Qualifikation erlangen. Obwohl diese Studierenden häufiger aus Milieus mit geringem Bildungskapital stammen und aufgrund ihrer beruflichen Qualifizierung andere (stärker praxisbezogene) Lernerfahrungen und -gewohnheiten mitbringen, erweisen sich ihre Studierpraktiken als „überraschend feldadäquat“ und versprechen daher ähnlichen Erfolg wie jene der traditionellen Studierenden. Allerdings lassen sich auch in dieser Gruppe Studierender unterschiedliche Passungen zu den Anforderungen im hochschulischen Feld ausmachen, die nicht alle reibungslos verlaufen.

Einer anderen Gruppe von Studierenden wandte sich THOMAS SPIEGLER (Friedensau) in seiner Studie zu. Anhand von Interviews mit StipendiatInnen der Studienstiftung des deutschen Volkes aus nicht-akademischen Herkunftsmilieus stellte er ein theorieorientiertes Modell zur Untersuchung von Bildungsaufstiegen vor, das auch innerhalb der Gruppe der AufsteigerInnen Differenzierungen sichtbar macht. Neben dem erwartbaren Befund, dass der Erfolg nicht nur von Aufstiegsressourcen der Subjekte selbst, sondern ebenso von strukturellen Gegebenheiten und Möglichkeitsräumen abhängt, präsentierte der Vortrag auch Erkenntnisse dazu, inwiefern die StipendiatInnen selbst in den Interviews explizit den Passungsbegriff verwenden. Freilich wurden ganz unterschiedliche Aspekte von Passung adressiert, etwa zur Familie, zur Studienstiftung oder zum Studium beziehungsweise Beruf.

Das dritte Themenfeld „Interinstitutionelle Passungsverhältnisse“ begann mit einem Vortrag von JANA HEINZ (München), die sich mit bürgerschaftlichen Initiativen zum Thema Bildungsbenachteiligung befasste. Ihre Analysen zielten auf die Fragestellung, wie Passungsverhältnisse in Bildungsbiografien durch die Einbindung bürgerschaftlicher Akteure gestaltet sind und in welcher Weise in der Zusammenarbeit der bürgerschaftlichen Akteure mit SchülerInnen, deren Eltern und Lehrkräften interinstitutionelle Logiken aufeinandertreffen. Sie verdeutlichte, dass die Kluft zwischen Schulsystem und SchülerInnen meist einseitig von den Kindern sowie deren Eltern zu überwinden sei und dass diese Asymmetrie auch durch bürgerschaftlich Engagierte nicht außer Kraft gesetzt werde.

HELMUT BREMER und MARK KLEEMANN-GÖHRING (Duisburg-Essen), deren Beitrag sich mit Jugendverbänden beschäftigte, fragten für dieses „Feld des Übergangs“ nach den interinstitutionellen Passungsverhältnissen zwischen Milieu, Engagement und formalem Bildungswesen. Jugendverbände – so ihr Befund – werden als Bildungsorte wirksam, die einerseits Raum für die Aneignung von Strategien schaffen, die auf den Erfolg im Bildungswesen zugeschnitten sind, andererseits aber auch andere Formen von Anerkennung bereithalten, die nicht mit institutionellen Bildungsanforderungen verbunden sind. Als empirische Grundlage ihrer Analysen dienten ihnen Dokumentationen aus Gruppenwerkstätten, die einen habitushermeneutischen Zugang zu Jugendlichen aus sechs unterschiedlichen Jugendverbänden eröffnen sollten. So konnten milieuspezifische Sozialisationsprozesse herausgearbeitet und in Anlehnung an das Bourdieu’sche Modell im sozialen Raum verortet werden.

Eine weitere Dimension interinstitutioneller Passungsverhältnisse griff TOBIAS PETER (Freiburg) auf, indem er deren diskursive Herstellung in den Blick nahm. Anhand von Stellungnahmen unterschiedlicher Bildungsinstitutionen und politischer Akteure zeigte er auf, dass sich das Bildungsverständnis zunehmend ökonomisiert. Dieser Trend setze sich auch als diskursiver Hintergrund von Passungsverhältnissen durch. Während die strenge Auswahl leistungsbereiter Führungskräfte in Elitehochschulen durch den globalen Wettbewerb legitimiert werde, würden egalitär orientierte Schulen darauf verweisen, dass Humankapitaldurch formale Auswahlverfahren verschwendet werde , dass es also gelte, die individuellen Ressourcen in heterogenen Gemeinschaften zu fördern. Dabei plädierte Peter dafür, die diskursanalytischen Betrachtungen mit der Analyse spezifischer Praktiken zu verschränken. Es sei notwendig, sowohl Kontinuitätslinien als auch Brüche zu untersuchen, die sich bei der Umsetzung der programmatischen Imperative in der Praxis zeigen würden.

Der zweite Kongresstag startete mit einem Vortrag von ROLF-TORSTEN KRAMER (Halle). Kramer sprach sich dafür aus, eine Analyse generationaler Übermittlungsdynamiken in den Familien mit einer Untersuchung der Schulkultur als dominante Anforderungs- und Anerkennungsstruktur zu verbinden, die andere Anschlussmöglichkeiten und damit Anerkennung, Verstärkung, aber auch Zurückweisung von milieuspezifischen Orientierungen und Praktiken mit sich bringe. Er schlug methodisch ein biografisch-dynamisches Habituskonzept vor, das sowohl Verfestigungen als auch Veränderungen des Habitus und das jeweilige Passungsverhältnis zur herrschenden Schulkultur in den Blick nehmen könne.

Mit habituellen Passungen, konkret mit dem Verhältnis von SchülerInnen zum Fach Französisch beim Übergang in die Sekundarstufe II beschäftigte sich auch MATTHIAS GREIN (Hamburg / Göttingen). Seine Interviews mit SchülerInnen aus zehnten und elften Französischklassen zweier Gymnasien hatte er einer Analyse auf Grundlage der Dokumentarischen Methode unterzogen. Es stellte sich heraus, dass Französisch als Fach geschlechtlich konnotiert (‚Mädchenfach‘) und stark von sozio-ökonomischen Faktoren beeinflusst zu sein scheint. Nicht-Passungen zeigen sich insbesondere bei SchülerInnen aus Familien mit Aufstiegsorientierung, während in der arrivierten Mittelklasse hauptsächlich Jungen das Fach ablehnen.

Um geschlechtsspezifische (Nicht-)Passungen ging es auch im anschließenden Vortrag von KATHARINA KANITZ und JOCHEN WISSINGER (Gießen). Sie referierten über Einstellungen männlicher Jugendlicher zur Schule und präsentierten erste Erkenntnisse aus Gruppendiskussionen mit Hauptschülern und Gymnasiasten. Ausgehend von der These, dass Jungen als Verlierer im Schulsystem gelten, wollen die Forschenden deren subjektive Verarbeitungen schulischer Erfahrungen sowie ihre Strategien im Umgang mit schulischen Regeln, Werten und Normen rekonstruieren. Ersten Befunden zufolge verweigern Lehrkräfte männlichen Orientierungsmustern und Verhaltensweisen die Anerkennung, weshalb Passungsdifferenzen innerhalb von Schüler-Lehrer-Interaktionen zu beobachten seien. Diese Beobachtung hebt die Bedeutung der von Kramer geforderten verknüpfenden Perspektive auf Interaktionen zwischen Schule und Milieu hervor.

HANNAH BURGER und JULIA ELVEN (Augsburg) untersuchten Passungsverhältnisse in berufsbiografischen Erzählungen von NachwuchswissenschaftlerInnen. Im Rahmen eines Verbundvorhabens aus zwei Teilprojekten nehmen die Forscherinnen in den Blick, wie habituelle und institutionelle Ermöglichungsstrukturen mit den Begrenzungen der Laufbahnen von NachwuchswissenschaftlerInnen in der frühen PostDoc-Phase zusammenwirken. Dabei verstehen sie Passungsverhältnisse als Relationierungen, die durch das Agieren der NachwuchswissenschaftlerInnen hervorgebracht werden. Die soziale Praxis selbst lasse sich nur als Zusammenhang der wissenschaftsbezogenen Denk-, Wahrnehmungs- und Handlungsstrukturen der Post Docs einerseits mit den objektivierten, im wissenschaftlichen Feld geronnenen Strukturen andererseits angemessen rekonstruieren.

Diese gemeinsame praxistheoretische Perspektive auf Passungsverhältnisse diskutierten auch JÖRG SCHWARZ und FRANZISKA TEICHMANN (Marburg), die das zweite Teilprojekt aus dem Verbundvorhaben präsentierten. Ihre Interviews mit den BetreuerInnen der im ersten Teilprojekt untersuchten NachwuchswissenschaftlerInnen ermöglichen es, in einer Dreieckskonstellation genauer zu untersuchen, wie auf der Ebene grundlegender Haltungen zur wissenschaftlichen Welt wechselseitige Affinitäten und Anschlussfähigkeiten daran beteiligt sind, akademische Karrieren im wissenschaftlichen Alltag praktisch hervorzubringen. Dabei wiesen sie nicht nur nach, wie in den Rekonstruktionen der BetreuerInnen Passungsverhältnisse und ihre soziale Herstellung thematisiert werden, sondern belegten vor allem auch, in welchem Verhältnis diese Diskurse wiederum zu den institutionellen Strukturen stehen.

STEFFEN AMLING (Hamburg) rundete das Themenfeld mit seinen Ausführungen über „Passungsverhältnisse aus der Perspektive einer dokumentarischen Organisationsforschung“ ab. Mit Verweis auf vorliegende Arbeiten zum Verhältnis von Organisation und Milieu diskutierte er zum einen, ob und welche pädagogischen Wahrnehmungspraxen Einfluss auf die (Re)Produktion sozialer Ungleichheit haben. Zum anderen stellte er zwei alternative Konzeptionalisierungen von ‚Organisation‘ vor: Während eine aus einer systemtheoretischen Perspektive die formalisierten Verhaltenserwartungen fokussiert, die an die Mitgliedschaftsrolle gebunden sind, werden unter dem Stichwort ‚Organisationskultur‘ jene Praktiken gekennzeichnet, die nicht nur in der Organisation, sondern auch außerhalb entstanden sind und die Möglichkeit der Handhabung unterschiedlicher milieuspezifischer Orientierungen in der Organisation bieten.

Die breite Rezeption des Begriffs der Passung, die in den Vorträgen ersichtlich wurde, verdeutlicht, dass die Forschungsheuristik 'Passungsverhältnisse‘ in unterschiedlichen Bereichen des Bildungssystems fruchtbar gemacht werden kann. Dabei können unterschiedliche Ebenen adressiert werden, auf denen Passung empirisch beobachtet und analysiert werden kann. Es sind damit also nicht nur mehr oder weniger spannungsreiche Konstellationen zwischen Bildungsinstitutionen und den sozio-kulturellen Voraussetzungen ihrer AdressatInnen angesprochen, obwohl diese Perspektive die einschlägige Forschungslandschaft zu dominieren scheint, sondern auch interinstitutionelle Wirkungszusammenhänge, wie sie im Kontext von lokalen Bildungslandschaften und den beteiligten Interessengruppen anzutreffen sind. Auch auf der Systemebene, etwa in der Analyse des Ausmaßes an Kopplung zwischen (beruflichem) Bildungssystem und Erwerbssystem, kann das Konzept der Passung herangezogen werden, will man nach den wechselseitigen strukturellen oder organisatorischen Anpassungen an die veränderten Ausgangslagen in den gesamtgesellschaftlichen Teilsystemen fragen.

Diese Vielseitigkeit in der Verwendung des Passungskonzepts verweist – wie die Beiträge der Tagung eindrucksvoll unter Beweis stellten – einerseits auf sein Potenzial als analytisches Instrument, macht aber gleichzeitig auch die Notwendigkeit deutlich, für diese unterschiedlichen Untersuchungskontexte weiterhin an seiner konzeptionellen Schärfung zu arbeiten. Nur so kann der Begriff theoretisch fundiert für die Bearbeitung bildungssoziologischer Fragestellungen fruchtbar werden.

Konferenzübersicht:

Anna Brake (Augsburg), Begrüßung

Christian Ebner (Köln/ Bonn), Zur Passung von Bildungssystem und Arbeitsmarkt – Konzeptionelle Überlegungen und empirische Befunde

I. Passungsverhältnisse in beruflichen Kontexten

Moderation: Regula Leemann

Caroline Janz (Freiburg), Betriebliche Passung – jenseits von schulischen und beruflichen Qualifikationen

Marc Holland-Cunz (Esslingen), Die Passung von Lehrkräften und SozialarbeiterInnen: Zum Verhältnis von Habitusformen und Diskriminierungssensibilität in der Schule

II. Passungsverhältnisse im Studium

Moderation: Helmut Bremer

Tobias Sander (Hannover), Sozialer Aufstieg von ,ganz unten‘? Studierpraktiken und der Einfluss der Milieuherkunft auf die Passung beruflich qualifizierter Studierender zum Feld Hochschule

Thomas Spiegler (Friedensau), Aufstieg durch Bildung Passung? Die Bedingungen und Passungsverhältnisse erfolgreicher Bildungsaufstiegskarrieren

III. Interinstitutionelle Passungsverhältnisse

Moderation: Mona Granato

Jana Heinz (München), Interinstitutionelle Passungsverhältnisse zwischen Schülerinnen und Schülern, bürgerschaftlich Engagierten und schulischen Anforderungen

Helmut Bremer, Mark Kleemann-Göhring (Essen), Jugendverbände als Bildungsorte: Passungen zwischen Milieu, Engagement und formalem Bildungswesen

Tobias Peter (Freiburg), Zur Diskursivität von Passungsverhältnissen im Bildungssystem – eine diskurstheoretische Perspektive

Rolf-Torsten Kramer (Halle), Institutionen-Milieu-Verbindung oder individuelles Lebensschicksal – Schulische Passungsverhältnisse in einer qualitativen Prozess- und Längsschnittperspektive

IV. Passungsverhältnisse in schulischen Kontexten

Moderation: Anna Brake

Matthias Grein (Göttingen), Das Passungsverhältnis zum Fach Französisch bei der Fächerwahl anlässlich des Übergangs in die Sekundarstufe II

Katharina Kanitz, Jochen Wissinger (Gießen), Einstellungen und Orientierungen von männlichen Jugendlichen zur Schule. Ergebnisse aus Gruppendiskussionen mit Hauptschülern und Gymnasiasten

V. Passung aus praxistheoretischer Perspektive

Moderation: Helmut Bremer

Hannah Burger, Julia Elven (Augsburg), „Hat recht gut gepasst mit dem Professor“ – Rekonstruktion von Passungsverhältnissen in berufsbiographischen Erzählungen von NachwuchswissenschaftlerInnen

Jörg Schwarz, Franziska Teichmann (Marburg), Was nicht passt, wird passend gemacht? Zur Produktion von Passungsverhältnissen mit NachwuchswissenschaftlerInnen im akademischen Feld

Steffen Amling (Hamburg), Passungsverhältnisse aus der Perspektive einer dokumentarischen Organisationsforschung