100 Seiten Geist

Rezension zu "Hegel. 100 Seiten" von Dietmar Dath

Der Einwand, es sei unmöglich, auf gerade einmal 100 Seiten in die Philosophie Georg Wilhelm Friedrich Hegels einzuführen, ist naheliegend und alles andere als unbegründet. Hegels eigentümliche Sprache, seine voraussetzungsreichen philosophischen Annahmen und der schiere Umfang seines Werks stellen für jede Einführung eine große Herausforderung dar. Auch der Verfasser des vorliegenden Bändchens, Autor, Redakteur und Publizist Dietmar Dath, stellt gleich zu Anfang klar, dass sich Hegels Werk nicht auf 100 Seiten "herunterkürzen" lasse – und weist im gleichen Zuge darauf hin, das etwaige Gelingen eines solchen Unterfangens sei letztlich nichts anderes als ein vernichtendes Urteil über das literarische Schaffen des Philosophen (S. 1).

Wesentlich für Hegels Denken sind empirisch gesättigte Kategorien und Begriffe, die so abstrakt sind, dass „einem Hören und Sehen vergangen seyn“ muss.[1] Wie sich diese gegensätzlichen Tendenzen in Hegels Werk niederschlagen, lässt sich nicht – wie Dath richtig bemerkt – anhand eines alles erklärenden Begriffs oder einer "absoluten" Methode aufzeigen: "Die einzige simple Regel für Hegel ist: Es gibt keine simple Regel für Hegel" (S. 7). Dath möchte deshalb in seinem Buch den Fehler von vielen Kurzeinführungen vermeiden, die Hegel als "kleines batteriebetriebenes Figürchen" darstellten, das ständig die Worte "These, Synthese, Antithese" wiederhole (S. 2). Stattdessen will er ohne "sterile Pedanterie" und "Befangenheit in vornehmer Fachsprache" ein Angebot machen, wie man Hegel lesen könne (S. 4). Seine Ausgangsfrage lautet folgerichtig: "Wovon geht man dann am besten aus, wenn man in Hegels Kopf hineinwill?" (S. 7)

Im ersten Teil seines Büchleins („Wie man zum Geist findet oder: Der Sinn in Hegels Unsinn“) behandelt Dath Hegels Philosophie vor dem Hintergrund ihrer Fundamentalkritik durch die sogenannten logischen Empiristen. Die Vertreter dieser in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts einflussreichen philosophischen Strömung seien der Auffassung gewesen, philosophische Texte müssten logisch formalisier- und empirisch überprüfbar sein. So gesehen sind Sätze wie diejenigen, die Hegel produziere, schlicht nicht wahrheitsfähig. Paradigmatisch für derart grundsätzliche Bedenken ist die Kritik eines der einflussreichsten Vertreter des Logischen Empirismus, des Philosophen Rudolf Carnap, der in seiner Auseinandersetzung mit Heidegger (Hegel jedoch explizit einschließend) das bissige Bonmot formulierte: „Der Metaphysiker glaubt sich in dem Gebiet zu bewegen, in dem es um wahr und falsch geht. In Wirklichkeit hat er jedoch nichts ausgesagt, sondern nur etwas zum Ausdruck gebracht, wie ein Künstler.“[2] Dath macht deutlich, dass Hegel mitnichten von aller Welt für den größten Philosophen der Neuzeit gehalten wird und hütet sich davor, Kritik an Hegels Philosophie mit großen Geste zurückzuweisen. Vielmehr spürt er den Gründen für ein mehr oder weniger diffuses Unbehagen gegenüber Hegels Denken nach und vermutet, es sei nicht zuletzt in der Antipathie gegen dessen Sprachstil motiviert. Unumwunden räumt Dath ein, dass er diese Aversion geteilt habe, bis ihm aufgegangen sei, dass sie "der Abneigung Sprachverarmter im Internet gegen komplexe Sätze affektiv verwandt war" (S. 27). Diese Erkenntnis habe ihn dazu gebracht, vom eigenen Vorbehalt abzusehen und sich Hegels Philosophie noch einmal zu widmen.

In einer gelungenen Sprachkritik entkräftet Dath sodann den Einwand, Hegel produziere wirre "Bandwurmsätze" (S. 27 ff.): Ein Bandwurmsatz sei von einem Parasiten befallen, der Bedeutung verschlingt und seinen Wirt erschöpft. Hegels Sätzen könne man hingegen keinen Schädlingsbefall nachweisen. Er ordne den Hauptlinien feinsäuberlich mehrere Nebenlinien bei und erzeuge so nicht nur die ihm eigene Sprachmelodie, sondern erhalte darüber hinaus eine Spannung im Satz aufrecht, die auch in der Sache bestehe. "Die Konstruktion ist also, wenn man die Metapher Bandwurmsatz ernst nimmt, keiner [sic]. Aber ist sie nicht zumindest ein Schachtelsatz? Zweifellos, nur wird man fragen dürfen: Warum ist ein Schachtelsatz ein Schimpfwort? Sind flache Fibelsätze, Befehle und andere von Verschachtelung freie, weil grobe Klötze, wirklich ‚besseres Deutsch‘?" (S. 27)

Dath ist erkennbar darum bemüht, bei seinen Leserinnen die für das Verständnis der Hegel‘schen Prosa nötige Frustrationstoleranz zu befördern. Dieses Anliegen verfolgt er auch, wenn er die gegenwärtige Relevanz Hegels in einer Disziplin aufzeigt, deren Methode exemplarisch für strenge "Wissenschaftlichkeit" steht: der Mathematik. Wie genau das Univalenaxiom aus der Homotopietypentheorie des Mathematikers Wladimir Wojewodski mit dem Hegel‘schen "Satz" über die Identität von Identität und Nichtidentität zusammenhängt, wird durch Daths Ausführungen auch nicht ganz klar, aber das muss es vielleicht auch nicht. Denn worauf er mit seinen Ausflügen in die zeitgenössische Metamathematik zielt, ist der Beleg, dass Hegel eben nicht aus der Zeit gefallen und damit als philosophischer Kopf und Moderne-Diagnostiker obsolet geworden ist. Vielmehr begegnet er einem heute noch in den verschiedensten Zusammenhängen, selbst an Orten, wo man nicht mit ihm gerechnet hätte. Geschickt legt Dath Köder aus, um seine Leserinnen für Hegel zu begeistern. Wer schon beim Aufschlagen eines Buchs erwarten darf, originelle Antworten auf Fragen zu finden, die fesselnd sind, der wird eher geneigt sein, die bei der Lektüre dann auftretende Verständnisschwierigkeiten zu ertragen, um sie Stück um Stück wieder aufzulösen.

Im zweiten Teil des Bändchens ("Wie man den Geist lebt oder: Hegels Biographie in Begriffen") zeichnet Dath die Stationen von Hegels Lebensweg nach, wobei er, wiewohl nur kursorisch, auch dessen Zeitgenossen und Weggefährten behandelt. Selbstverständlich ergänzt Dath seine Ausführungen um die für das Verständnis nötige historische Kontextualisierung. Weil Dath einen Ruf zu verteidigen hat, verzichtet er erfreulicherweise auf plattgetretene Anekdotik und beschreibt stattdessen anschaulich das bürgerlich-protestantische Milieu, in dem Hegel aufwuchs, die sich immer noch hartnäckig haltende christliche Orthodoxie im Tübinger Stift und die politischen Umwälzungen im Zuge der Napoleonischen Feldzüge durch Europa. Besonderes Augenmerk legt er auf die seelischen Verwerfungen der Menschen in Hegels persönlichem Umfeld. Nicht nur Hölderlins Schicksal findet Erwähnung, auch die Depression von Hegels Schwester Christiane wird zum Thema. Dath bringt solche Pathologien mit der damaligen, von vielen als drückend empfundenen Zeitenwende in Verbindung, womit er Hegels Existenz wie sein Privatleben in den kontemporären gesellschaftlichen Umständen situiert (S. 59, 63).

Anschließend widmet sich Dath der Theorieform des Hegel`schen Philosophierens, das heißt dem von Hegel entwickelten Systembegriff. Er charakterisiert dieses System zutreffend  als „iterativ“ (S. 47). Das Prädikat stammt aus der Informatik, wo es einen Prozess beschreibt, bei dem die Lösung durch wiederholte Rechenvorgänge unter Einbezug der jeweils gewonnenen Ergebnisse generiert wird. Damit spricht Dath einen Aspekt der Hegel‘schen Philosophie an, der leider viel zu selten hervorgehoben wird, obwohl seine Relevanz kaum zu überschätzen ist: Hegels Vorgehen unterscheidet sich nämlich fundamental von der Ableitungswut mancher seiner Zeitgenossen. Anders als etwa bei Philosophen wie Fichte oder Schelling koexistieren in Hegels System der Wissenschaft drei ranggleiche Systeme: Idee, Natur und Geist. In das von Hegel als "Kreis von Kreisen"[3] konzeptionierte Wissenschaftssystem kann man dementsprechend durch alle drei Teile hineingelangen. Einen absoluten Anfang, aus dem alles Weitere folgt beziehungsweise zu deduzieren wäre, gibt es nicht. Zudem haben das System der Natur und das System des Geistes eine unendliche Fülle an Naturphänomenen und Kulturformationen zum Gegenstand. Folglich sind beide Sphären konstitutiv unabgeschlossen und können sich in ihrer Entwicklung ständig empirisch anreichern. Die in der kritischen Werkausgabe des Meiner Verlags versammelten Manuskripte und Nachschriften zu Hegels Vorlesungen liefern beeindruckende Zeugnisse für die lebenslang andauernden Arbeit Hegels an seiner Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften. Insofern ist das Corpus Hegelianum durchaus kein erratischer Block, wie es der mit 20 Bänden befüllte Suhrkamp-Schuber bisweilen vermittelt, sondern war – wie Dath richtig bemerkt – im Wortsinne „work in progress“.

Dennoch enthält das Kapitel auch Bemerkungen von Dath, die ungenau und vereinzelt sogar falsch sind. Dass der Kerngedanke der Wissenschaft der Logik sei, dass "das Vorhandensein der Welt im Fortschreiten zu ihrer Selbsterkenntnis als Geist besteht" (S. 63), ist so nicht ganz richtig. Hegels zwischen 1812 und 1816 in Nürnberg erschienene Wissenschaft der Logik ist zwar ein philosophisches Werk und als solches auch ein innerweltliches Moment der Selbsterkenntnis des Geistes, doch bildet dieser realphilosophische Sachverhalt  weder den Ausgangs- noch den Endpunkt der in ihm entfalteten begrifflichen Dynamik. Stattdessen werden in der Wissenschaft der Logik die Strukturelemente der Bedingungen der Möglichkeit jeder Erkenntnis entwickelt und dargestellt: Logik in Hegels Sinne ist nicht formale Logik, vielmehr entfaltet sie die "allgemeinen Denkbestimmungen, gleichsam das diamantene Netz, in das wir allen Stoff bringen und dadurch erst verständlich machen."[4] Da solche Denkbestimmungen gelten, bevor es so etwas wie das Vorhandensein von Welt und der sich in ihr ereignenden Selbsterkenntnis des Geistes gibt, ist deren logische Entfaltung ihr begrifflich vorgelagert. Streng genommen kann von „Welt“ nicht die Rede sein, ohne dass die logischen Formen Gegenstandserkenntnis gestatten.

Auch würde die (möglicherweise etwas pedantische) Philologin Anstoß daran nehmen, dass Dath von der späten Hegel‘schen Rechtsphilosophie "in Gestalt der Schriften Grundlinien der Philosophie des Rechts und Naturrecht und Staatswissenschaft" (S. 66) schreibt, denn tatsächlich handelt es sich um ein und dieselbe Schrift, die Hegel aus publikationspolitischen Gründen mit einem Doppeltitel versehen hat. Der von Hegel favorisierte Begriff "Philosophie des Rechts" war 1821 noch nicht allgemein gebräuchlich. In diesem Zusammenhang thematisierte Gegenstände wurden meist noch unter dem Terminus "Naturrecht" verhandelt. "Staatswissenschaft" bezieht sich hingegen auf eine Disziplin, in der ein gewisser Karl Ludwig von Haller ab 1817 ein mehrbändiges Werk mit dem Titel Restauration der Staatswissenschaft vorlegte. In seinen Grundlinien der Philosophie des Rechts attackierte Hegel die restaurativen Ansichten von Hallers mehrmals und mit großem Elan. Durch die Verwendung des Alternativtitels konnte sich Hegel sicher sein, dass sein Publikum verstehen werde, auf welchem Platz er sich behaupten wollte.

Selbst wenn man kleinere Ungenauigkeiten bemängeln kann, ist positiv hervorzuheben, dass Dath es durchweg vermeidet, gängige Vorurteile über Hegel und sein Werk zu wiederholen. Zu ihnen gehört auch die Rede von Hegel als Preußischem Staatsphilosophen, die er stilsicher Lügen straft: "Wenn der Berliner Hegel gegen ihn verhasste ‚Demagogen‘ hart wurde bis zur Denunziation, dann traf sein Zorn dabei nicht revolutionäre Agitatoren [...], sondern deutschtümelnde Rebellen, die sich mit dem selben Recht ‚freiheitliche‘ nannten wie heute in Österreich die rechte FPÖ das tut" (S. 65). Einer von Hegels Intimfeinden, das sei Daths Ausführungen hinzugefügt, war der unter  Burschenschaftlern viel gelesene Philosoph Jakob Friedrich Fries,[5] der in seiner Rede auf dem Wartburgfest 1817 eine vom keuschen Geist des Protestantismus beseelte und von lodernder Vaterlandsliebe durchdrungene Kampfgemeinschaft beschwor, die bereit sei, für die "deutsche Freiheit" in den Tod zu gehen. Dass die aufgepeitschten Burschen im Nachgang des Wartburgfests auch Bücher des bereits erwähnten Restaurationspolitikers von Haller verbrannten, belegt die doppelte Frontstellung von Hegels Rechtsphilosophie. Ihr Einspruch galt der Restauration im Anschluss an den Wiener Kongress und die Karlsbader Beschlüsse ebenso wie der völkisch-nationalistischen Demagogie.

Im dritten und letzten Teil des Büchleins ("Was aus dem Geist folgt oder: Hegels widersprüchliche Wirkung") geht Dath in groben Strichen der Wirkungsgeschichte der Hegel‘schen Philosophie nach. Neben Ausführungen zur Rezeption der Hegel‘schen Ästhetik (S. 75 ff.) und der eingangs erwähnten mathematischen Hegelschule (S. 83 f..), liegt das Hauptgewicht seiner rezeptionsgeschichtlichen Anmerkungen auf der marxistischen Tradition. Unter Zuhilfenahme von Zitaten Friedrich Engels‘ will Dath zwischen einem Hegel´schen Idealismus und einem Marx´schen Materialismus unterscheiden, eine Differenz erkennen, die in einer unterschiedlichen Anwendung dialektischer Kategorien auf die Wirklichkeit bestehe (S. 72). Wo Marx Dialektik "kritisch" und "analytisch" handhabe, um bestehende Widersprüche in der menschlichen Praxis aufzuzeigen, zaubere Hegel so mit Begriffen als gingen sie auseinander hervor, was reale Antagonismen nur verdecke. Dass es sich bei diesem Einwand um einen zwar einflussreichen, auch weit und nicht nur unter Linken verbreiteten, letztlich aber ungerechtfertigten Vorwurf handelt, erwähnt Dath leider nicht. Zwar nahm Hegel an, dass sich begriffliche Verhältnisse bruchlos auseinander entwickeln lassen – das galt freilich nur für den Bereich der Idee, nicht aber für die Natur und den Geist. In den Grundlinien beschreibt er etwa, wie die bürgerliche Gesellschaft, die die Freiheit des Individuums erst ermögliche, notwendig zu einer Verelendung großer Volksmassen führe. Hegels Beobachtung dokumentiert seine Bereitschaft zur sorgfältigen empirischen Analyse der Wirklichkeit, die Widersprüche keineswegs ignoriert und auch nicht versucht, sie begrifflich aufzulösen.[6]

Dass Dath die problematische Hegelkritik marxistischer Provenienz an dieser Stelle unkommentiert stehen lässt, fällt am Ende nicht weiter ins Gewicht. Schließlich finden sich in seinem Buch ansonsten immer wieder Äußerungen, die unterstreichen, dass man mit dem in dieser Tradition vorherrschenden Idealismus vs. Materialismus-Schema im Hinblick auf Hegel nicht besonders weit kommt: "Hegels absoluter Idealismus setzt weder das Subjekt noch das Objekt an den Anfang oder ans Ende, sondern behauptet beider Geschichtlichkeit auf der gesamten Bahn des Gedankens, durch Entäußerung, Entfremdung und manch anderes, gefahrenreiches Schicksal hindurch" (S. 57 f.). An anderer Stelle (S. 63) verfolgt Dath mit Hegel den Geist sogar bis ins somatischen Erleben hinunter (und kommt damit auch Adorno nah): "Wenn man sagt, daß der Widerspruch nicht denkbar sei, ist er vielmehr im Schmerz des Lebendigen sogar eine wirkliche Existenz."[7]

Mit der bisweilen durchaus spielerischen Annäherung an Hegels Philosophie und seinem saloppen Ton bietet Daths Büchlein einen Zugang zum Denken des Philosophen, der sich gerade nicht durch Ehrfurcht vor dem unnahbaren Geistesgiganten auszeichnet. Die sympathische Nonchalance seiner Darstellung bereitet großes Lesevergnügen, tendiert gelegentlich allerdings etwas ins Unverbindliche. Dath trägt auf 100 Seiten eine Unmenge von Begriffen, Ereignissen und Zitaten zusammen, lässt deren Zusammenhänge jedoch oft unbeleuchtet. Gerade weil er auf intellektuelles Imponiergehabe verzichtet, schafft er es aber, unter den Leserinnen den Eindruck zu wecken, bei Hegel sei auch 250 Jahre nach dem Tag, an dem er das Licht der Welt erblickt hat, eine Menge zu entdecken. Dass es kein Spaziergang ist, doch allemal lohnenswert, sich etwa durch die ersten 100 Seiten der Phänomenologie des Geistes zu kämpfen, nimmt man Dath in jedem Moment ab. Was könnte die Einführung in ein komplexes philosophisches Werk Besseres leisten, als Lust auf dessen Lektüre zu wecken?

Fußnoten

[1] "Im Philosophieren verläßt man allerdings den Boden des Anschauens ­– ihre Welt ist im Gedanken; – es muß einem Hören und Sehen vergangen seyn –" GW 18, S. 29.

[2] Rudolf Carnap "Überwindung der Metaphysik durch die logische Analyse der Sprache", in: Erkenntnis Vol. 2 (1931), S. 219-241, hier: S. 240.

[3] "[...] das Ganze stellt sich daher als ein Kreis von Kreisen dar, deren jeder ein notwendiges Moment ist, so daß das System ihrer eigentümlichen Elemente die ganze Idee ausmacht, die ebenso in jedem einzelnen erscheint." GW 20, S. 56.

[4] GW 24, 3, S. 1182.

[5] Besonders in der Vorrede zu seinen Grundlinien der Philosophie des Rechts polemisierte Hegel öffentlichkeitswirksam gegen den Burschenschaftler Fries. In Bezugnahme auf dessen Rede auf dem Wartburgfest bezeichnete Hegel ihn als „Heerführer“ einer sich als Philosophie missverstehenden „Seichtigkeit“, die die komplexe Architektonik des Staates in einem „Brey des ‚Herzens, der Freundschaft und Begeisterung‘ zusammenfließen“ lasse. GW 14, 1, S. 9 f.

[6] "Das Herabsinken einer großen Masse unter das Maaß einer gewissen Subsistenzweise, die sich von selbst als die für ein Mitglied der Gesellschaft nothwendige reguliert, [...] bringt die Erzeugung des Pöbels hervor." GW 14, 1, S. 194.

[7] GW 12, S. 188.

Dieser Beitrag wurde redaktionell betreut von Hannah Schmidt-Ott.