Brötchen-Tinder

Stefan Heidenreich freut sich auf ein geldloses Wirtschaftssystem

In Zukunft werden wir unsere Frühstücksbrötchen am Sonntagmorgen nicht mehr beim Bäcker um die Ecke mit Geld bezahlen, nein, wir werden sie tindern. Wie das gehen soll? Ganz einfach: Ein Algorithmus wird uns mit den Brötchen zusammenbringen, er wird uns matchen – und das war’s; genauso, wie die berühmte Dating-App Tinder suchende Menschen zueinander und in ihr gemeinsames, vielleicht sogar dauerhaftes Glück führt.

So oder so ähnlich jedenfalls stellt sich Stefan Heidenreich die non-monetäre (also: geldlose) Ökonomie vor, auf die uns sein Essay vorbereiten soll. Das Schriftstück erscheint im typisch rustikalen Brevierformat des Merve-Kultverlags, dessen Ästhetik besonders bei der akademischen Generation 50+ als charmant gilt.

Obschon Heidenreich die geldlose Wirtschaft bereits am Horizont aufziehen sieht, bleiben ihre Konturen verschwommen. Gewiss ist sich der Autor lediglich der normativen Überlegenheit einer geldlosen Ökonomie und der Unabwendbarkeit ihres Kommens. Über die genaue Funktionsweise der Brötchen-Tinder-Wirtschaft hat er wenig zu berichten, die sozialen Bedingungen werden allenfalls gestreift und die Dynamik dieser Entwicklung als vornehmlich technische Frage unterschätzt. Was bleibt, sind neunzig Seiten Vorfreude, ausgedrückt in vagen Spekulationen. Gerade in diesem spekulativen Charakter sieht der Autor selbst auch den Reiz seines Textes (S. 81), aber Geschmäcker sind bekanntlich verschieden.

Natürlich muss man die Gattung des utopischen Texts in einer Rezension ernst nehmen. Es wäre für Autor wie Leserin frustrierend, würde man an den fiktionalen Charakter der Utopie pedantisch die Maßstäbe empirischer Forschung anlegen. Jede Utopie, egal wie fundiert entworfen oder wie mitreißend geschrieben, wäre bei einem solchen Vergleich unterlegen. Alternativ könnte man den normativen Kompass des Buchs zum Hauptthema einer Besprechung machen, das heißt abwägen, ob und inwiefern die vorgestellte mögliche Welt überhaupt wünschenswert ist. Das liefe wohl darauf hinaus, dass sich Rezensent, Leserin und Autor wechselseitig ihrer geteilten Werthorizonte versichern könnten; der Rezensent käme dann zwar sozialkompetent, vielleicht sogar sympathisch rüber, der Text aber wäre wohl ziemlich langweilig. Glücklicherweise finden sich in Heidenreichs Essay durchaus eine Reihe von Annahmen über die Funktionsweise von Geld und einige Skizzen postmonetärer Verhältnisse, die eine ernsthafte Beurteilung verlangen. Auf einem sozialwissenschaftlichen Portal kann und muss man deswegen auch an ein solches Essay die Frage richten, warum Soziologinnen und Soziologen es kaufen und lesen sollten – oder eben nicht. Wie auch immer die Antwort hier ausfällt, die Eignung des Essays für ein anderes Publikum ist davon unberührt.

„Derzeit dient Geld unter anderem dazu“, so wird gleich zu Anfang erklärt, „Güter und Arbeit zu verteilen. In Zukunft werden wir diese Aufgaben auch anders lösen können: mit Hilfe von Netzwerken, Algorithmen und künstlicher Intelligenz“ (S. 13). Für Heidenreich erfüllt Geld also eine durch Big Data und KI äquivalent ersetzbare Distributionsfunktion, die sich in den Dreiklang aus „zahlen, bewerten und speichern“ (S. 7) von Wert bringen lässt. Zahlungen fallen in der non-monetären Ökonomie weg, weil das Bewerten anders funktionieren wird und das Speichern von Werten aus irgendwelchen, leider nicht genannten Gründen nicht mehr notwendig ist. Die Sachlage stellt sich dabei zunächst ganz simpel dar: Mithilfe des Geldes drücken wir eine Vielfalt von Werten in Preisen, also in Geld als einer Recheneinheit, aus. Für Heidenreich, hier ganz im Rahmen der neoklassischen Volkswirtschaftslehre, vermitteln Preise Information über Angebot und Nachfrage, also darüber, was ein Produkt ausmacht und was jemand bereit ist, dafür aufzugeben. Die zunehmende Generierung und Auswertung von Daten durch intelligente Algorithmen aber wird es ermöglichen, die Interessen und Bereitschaften von Käufer*innen mit spezifischen und individualisierten Produkten zusammenzubringen (S. 81 f.). Wenn uns aber sowieso schon alle relevanten Daten zur Verfügung stehen, so Heidenreichs Argument, verrät uns der Preis nichts und wir können „Geld durch Daten und Matching“ (S. 83) ersetzen und etwa das Zusammenbringen von Käufer und Verkäuferin nach der Logik eines Datingspiels organisieren. Bei der nicht-monetären Organisation von Distributionsfragen seien „Freundeskreise in Social-Media-Plattformen oder Clans in Computerspielen“ schon viel weiter als unsere Gesellschaft insgesamt, ohne dabei zu ahnen, „dass sie auf dem Weg zur Abschaffung des Geldes sind“ (S. 83). Die nicht-monetäre Ökonomie steht bereits in den Kinderschuhen, es braucht „keine Revolution, um das Geld loszuwerden“ (S. 80), man muss nur beobachten, was Computerspiel-Clans machen.

Ich hoffe, die Leserinnen und Leser dieser Rezension erwarten nicht, dass ich erkläre, inwiefern die in World of Warcraft agierenden Clans die Zukunft der Ökonomie bereits heute praktizieren. Das steht nämlich nirgends in dem hier besprochenen Essay. Dort steht nur, dass sich die „Vorformen“ non-monetärer Ökonomien „heute vermutlich am ehesten in Computerspielen und deren Verfahren [finden], Handeln über Skills, Quests und Reputation [zu] organisieren“ (S. 10). Heidenreich schlägt vor, sich die geldlose Ökonomie generell wie ein Set von Spielen vorzustellen (S. 73), die verschiedene Matchingverfahren für knappe Güter ausprobieren und miteinander konkurrieren lassen. Wichtig sei dabei allein, dass irgendwer die Grundversorgung für alle garantiert, der Rest ergibt sich dann von selbst. „Für alle anderen, also nicht lebensnotwendigen knappen Güter steht es allen Interessierten frei, angemessene spielerische Matchingverfahren zu erfinden“ (S. 59). Allerdings findet Heidenreich schon, dass alle an der Festlegung allgemeiner Regeln beteiligt sein sollten, denn die geldlose Ökonomie ist selbstverständlich egalitär. Voraussetzung dafür ist natürlich, das „alles andere überschreibende Gesetz […] des Profits“ (S. 35) abzuschaffen und durch Leitmotive wie „de[n] größte[n] allgemeine[n] Nutzen oder die größte allgemeine Zufriedenheit“ (S. 36) zu ersetzen. Eine solche Ersetzung drängt, denn „das Anhäufen von Vermögen […] entfällt ohne Geld“ (S. 75), das Streben nach „mehr“[1] steht kurz vor seiner Historisierung. Spätestens hier dürfte die Leserschaft elektrisiert sein und sich Butter bei die Fische wünschen, schließlich ist der Argwohn gegen Profite en vogue, überzeugende Auswege allerdings sind rar. Doch leider „lassen sich die allgemeinen Regeln“ konkreter „fürs erste nicht fassen“ (S. 36). Heidenreich verzichtet auf eine Erklärung, wie sich allgemeine Orientierungen und gesellschaftliche Motivationsstrukturen wie Vermögensakkumulation ändern lassen. Klar ist ihm lediglich, dass „die Motivation durch das Geld […] entfallen“ (S. 71) werde. Mit Überlegungen zur politischen, sozialen und technischen Umsetzung solcher Kleinigkeiten mag sich der Autor aber nicht weiter aufhalten. Er nimmt eine Abkürzung und verweist vage auf Politik, schließlich sei die Frage „wie und nach welchen Regeln wir zusammenleben wollen, […] eine politische Entscheidung“ (S. 78). Das Gute liegt eben so nah, wir müssen uns nur trauen, es auch zu wollen.

In Heidenreichs liberal-kommunitaristischem Utopia wird nämlich auch gleich noch die Art und Weise des Zusammenlebens insgesamt neu geordnet. Nationalstaaten werden zu Vermittlern zwischen „halbautomatisierten Matchinginstitutionen“ (S. 68), „geldlose und netzwerkbasierte Gemeinschaften“, deren Operationsweise sich „aus den alten Monopol-Plattformen“ (S. 65) wie Facebook oder Google ableitet. Diese unterschiedlichen „Spielwelten“ können „ihren Mitspielern nicht nur Regeln setzen, sondern auch Rechte gewähren und diese überterritorial absichern. Dann wäre der Wohnort oder der Staat nur einer von mehreren Ankern einer rechtlich gesicherten Existenz.“ (S. 77) Die von den Plattformen gewährten und gesicherten Rechte sähen dabei allerdings anders aus als heute, etwa im Bereich des Eigentums: selbstfahrende Autos (S. 57 ff.), Gebäude und Infrastruktur (S. 63) oder sogar die Plattformen selbst (S. 67) gehören nämlich niemand anderem als sich selbst. Wie das geht? Irgendwie durch KI und Big Data halt! Man kennt derlei Hoffnungen von den Blockchain-Enthusiasten und ihren Smart Contracts. Das Leben in Heidenreichs poststaatlichen Netzwerken schafft für Individuen den Freiraum, „weder Subjekte noch Bürger noch nur Konsumenten“ zu sein; viel besser: „Wir werden zu Freunden und Freunden von Freunden“ (S. 65). Homo homini lupus ist abgeschafft, weil die „Plattförmigkeit des Verhaltens“ eine Kernfunktion des Rechtsstaats obsolet macht: „Wenn unser Verhalten bekannt und vorhersehbar ist, machen Strafen keinen Sinn mehr, und damit wohl auch der Teil am Recht, der unser Verhalten nachträglich sanktioniert.“ (S. 66) Wenn Strafen vom Tisch sind, kann man sich natürlich auch auf Plattformen wie Facebook verlassen, um an Rechte zu kommen, schließlich ist man ja unter Freunden.

Derartige Tabula-Rasa-Fantasien, bei denen soziale Praktiken sowie normative und sonstige Ordnungen einfach so „erfunden“ werden können, sind soziologisch von zweifelhaftem Wert. Niemand würde verneinen, dass Gesellschaften hypothetisch auch ganz anders aufgebaut sein könnten, vor allem dann, wenn sich basale Parameter wie in einem Videospiel beliebig justieren lassen. Wir hätten eine ganz andere Form des Zusammenlebens, wenn wir kein Kurzzeitgedächtnis besäßen oder jeden Morgen mit einem anderen Geschlecht aufwachen würden; ebenso, wenn wir plötzlich alle unsere Entscheidungen unter den Imperativ allgemeiner Zufriedenheit stellten oder das Streben nach Vermögen aus Strukturen und Köpfen löschen ließen. Diese Beschreibungen sollten nicht mit einem Mangel an Fantasie verwechselt werden; es geht um die Präsentation und argumentative Einbettung von Alternativen und Szenarien. Utopien sind nämlich nur dann interessant, wenn die Präsentation über eine simple Tabula-Rasa-Assoziation hinausgeht und reale Möglichkeitsbedingungen reflektiert. Dabei ist für Heidenreich ausschließlich relevant, ob KIs und Big Data technisch in der Lage wären, eine andere Koordinationsform für Arbeit und Güter anzubieten (S. 9). Alles weitere einfach als „politische Entscheidung“ (S. 78) abzutun, so als ob wir unsere Vorstellung von Arbeit nach Belieben neu definieren (S. 46 ff.), unsere Wertrelationen umkrempeln (S. 41 ff.) und generell die Operationsweise sozialer Systeme am Reißbrett gestalten könnten, ist hochgradig unbefriedigend. Das offenbart ein fahrlässig simplifiziertes Bild von Gesellschaft im Allgemeinen und Politik im Besonderen. Wie schaffen wir eine bessere Gesellschaft? Na, einfach machen! Ach so, Dankeschön.

Grundlage dieser Tabula-Rasa-Argumentation ist darüber hinaus auch ein verkürzter Begriff von Geld. KI und Big Data sind offenbar kurz davor, Profitstreben und Akkumulation obsolet zu machen; denn „ohne Geld gibt es keine Vermögen“ (S. 11). Ich kann mir diesen Satz nur als Tautologie erklären, in der Vermögen Geldvermögen meint. Sonst wäre es ja Kokolores, schließlich gibt es noch andere Vermögensarten. Aber selbst mit diesem Zugeständnis muss man sich die Tragweite dieser These auf der Zunge zergehen lassen: Unsere Zeit ist also eine Bruchstelle der Weltgeschichte, bei der eine fünftausendjährige Kulturpraxis[2] – nämlich Dinge nicht nur wegen ihres Nutzwerts, sondern aufgrund ihrer Einsetzbarkeit im Tausch (also als Vermögen) zu horten – plötzlich von selbst verschwindet, und zwar weil das World-of-Warcraft-Clans anscheinend so vormachen und Tinder uns die dafür notwendige Infrastruktur bereitstellt. Wie dabei die soziale Funktion des Speicherns von Werten ersetzt werden soll, bleibt unbeachtet. Schon Aristoteles hat darauf hingewiesen, dass das Streben nach und Horten von Geld eine ganz eigene soziale Qualität hat. Mit einem neoklassischen Begriff von Geld als einem grundsätzlich verzichtbaren preisbildenden Informations- und Tauschvermittler ist diese Qualität nicht zu erfassen. „Für den künftigen Austausch – dafür, dass der Austausch, wenn jetzt kein Bedarf besteht, möglich sein wird, wenn Bedarf aufkommt – ist uns das Geld gewissermaßen Bürge“,[3] hatte Aristoteles gesagt. Wer anstelle von Gütern mit Nutzwert Geldvermögen besitzt, kann einer prinzipiell ungewissen Zukunft etwas gelassener gegenüberstehen. Schließlich stellt Geld ein Potenzial zur Befriedigung unbestimmter Bedürfnisse bereit. Dadurch gewinnt „Zukunft selbst […] an Tiefe und Plastizität.“[4] Diese Einsicht hat vornehmlich durch John Maynard Keynes und Niklas Luhmann Eingang in den Forschungsstand zu Geld gefunden.[5] „Der Entwurf einer non-monetären Ökonomie“ hingegen „streicht das Speichern von Wert und Vermögen“ (S. 7) einfach. Eine Reflexion der Bedingungen und Konsequenzen bleibt aus. Man muss Aristoteles & Co. sicher nicht zwingend zustimmen, aber wer die eigene Lebenszeit zum historischen Mega-Epochenbruch stilisiert, ist in der argumentativen Bringschuld.

Möglicherweise wird die postmonetäre Suppe hier auch heißer gekocht, als sie gegessen wird. Vieles scheint mir dafür zu sprechen, dass man bei der Aushandlung der Spielregeln für Brötchen-Tinder wieder bei Geld landen würde. Es könnte sich als sinnvoll erweisen, die Ansprüche und Anrechte auf den verschiedenen Plattformen zu formalisieren, um sozialen Druck aus den Aushandlungen zu nehmen. Formalisieren könnte etwa bedeuten, eindeutig nachvollziehbare Skalierungen zu verwenden, mittels derer Ansprüche auf Güter hierarchisch abzulesen sind: Wer mehr Ansprüche angesammelt hat, bekommt auch mehr dafür. Für ein solches Vorgehen muss aber intersubjektiv erkennbar sein, wer mehr und wer weniger hat. Und dann wäre es sicherlich unumgänglich, Wege zu finden (es ist ja tabula rasa), mit denen die Skill- oder Reputationspunkte,[6] nennen wir sie mal ‚Guthaben‘, von der einen auf die andere Plattform überführt werden können. Schließlich können sich Bedarfs- und Präferenzordnungen genauso ändern wie Angebotsstrukturen – schwer vorstellbar, dass wir auf diese Flexibilität verzichten, wenn wir uns für Spielregeln entscheiden können. Also bräuchte es sowas wie ein nummerisch einheitliches, von den konkreten Produkten auf einer Plattform unabhängiges Registrationssystem, das uns Zugriffe auf Güter erlaubt, ohne dass es zum Streit kommt – the artist formerly known as money.

Heidenreichs „radikal linke Utopie“ (S. 7) verspielt schlussendlich die Chance auf echten politischen Einfluss, weil er Geld nicht als soziales Gestaltungspotenzial begreifen will. Es ist nämlich nicht nur Recheneinheit, und auch nicht nur Recheneinheit und Speicher, sondern auch Zahlungsmittel. Allgemeiner gesagt ist es eine „capacity to get things done“[7], ein Instrument also, dass gerade unabhängig von persönlichen Eigenschaften (Daten) Menschen dazu motiviert, etwas einzusetzen oder abzugeben. Aktuell gibt es eine lebendige Debatte darüber, ob es in den politischen Strategien sich als progressiv verstehender Kräfte nicht viel mehr darum gehen müsste, das Geldsystem (anders) einzusetzen, statt es kulturpessimistisch und technologieeuphorisch zu verteufeln. Es geht darum, nicht nur über die Umverteilung von Geldvermögen zu reden, sondern die Maschinerie der Geldschöpfung in demokratischen Prozessen deutlicher als politische Verhandlungsmasse zu platzieren. In Zeiten von stoffwertlosem, aber hochgradig effektivem „Fiat-Geld“ ist die Fähigkeit von Staaten, Investitionen über die Neuschöpfung von Guthaben zu finanzieren, praktisch grenzenlos. In gewisser Weise können „wir uns alles leisten, was wir innerhalb der Grenzen tun können, die unsere Natur und die Umwelt uns setzen“, schrieb die Ökonomin Ann Pettifor kürzlich (also unabhängig von bereits angesammelten Skillpunkten oder absolvierten Quests).[8] Sofern dieses Geld für produktive Zwecke geschaffen würde, etwa für die Sanierung von Schulgebäuden, die Sicherheit von Autobahnbrücken, höhere Löhne in der Pflege oder Vorsorgemaßnahmen gegen die Folgen des Klimawandels, wäre das wirtschaftlich nicht nur zu handhaben, sondern sogar vernünftig.[9] Man mag das anders sehen, aber jetzt führen wir wenigstens eine an realen und dramatischen Problemlagen orientierte Debatte, die nicht nur darauf wartet, dass uns Facebook-Freundeskreise und Warcraft-Clans retten.

Fußnoten

[1] Der Titel eines zusammen mit Ralph Heidenreich 2008 veröffentlichten Buchs lautet: Mehr Geld, Berlin 2008.

[2] William N. Goetzmann, Money Changes Everything: How Finance Made Civilization Possible, Princeton 2016; Larry Neal, A Concise History of International Finance. From Babylon to Bernanke, Cambridge, UK 2015.

[3] Aristoteles, Nikomachische Ethik, Hamburg 2011, S. 1133b.

[4] Axel T. Paul, Theorie des Geldes zur Einführung, Hamburg 2017, S. 107.

[5] Vgl. Axel T. Paul, Theorie des Geldes zur Einführung, Hamburg 2017.

[6] Wenn Heidenreich die Organisation von Zuordnungen über Skills, Quests und Reputation in Computerspielen als Beispiel anführt, so sind damit bereits dem Geld womöglich gar nicht so unähnliche Praktiken aufgerufen. Hier wäre zu fragen, ob man Skills und Reputation nicht auch irgendwie bewerten/messen/skalieren und speichern muss.

[7] Geoffrey Ingham, The Nature of Money, Cambridge, UK/Malden 2004, S. 4.

[8] Ann Pettifor, Die Produktion des Geldes. Ein Plädoyer wider die Macht der Banken, Hamburg 2018, S. 219.

[9] Exemplarisch: Dirk Ehnts, Geld und Kredit: eine €-päische Geschichte, Marburg 2016; Adair Turner, Between Debt and the Devil: Money, Credit, and Fixing Global Finance, Princeton/Oxford 2016; William Mitchell und Thomas Fazi, Reclaiming the State, A Progressive Vision of Sovereignity for a Post-Neoliberal World, London 2017; Aaron Sahr, Keystroke-Kapitalismus, Ungleichheit auf Knopfdruck, Hamburg 2017; Wolfgang Krumbein, Staatsfinanzierung durch Notenbanken! Theoretische Grundlagen, historische Beispiele und aktuelle Konzeptionen einer großen Steuerungschance, Marburg 2018; Ann Pettifor, Die Produktion des Geldes. Ein Plädoyer wider die Macht der Banken, Hamburg 2018; Heiner Flassbeck und Paul Steinhardt, Gescheiterte Globalisierung - Ungleichheit, Geld und die Renaissance des Staates, Berlin 2018.

Dieser Beitrag wurde redaktionell betreut von Stephanie Kappacher.