Der Wert des (digitalen) Geldes

Rezension zu "New Money. How Payment Became Social Media" von Lana Swartz

[1] Bargeldloses und kontaktloses Bezahlen gehört zu den wenigen sogenannten Krisengewinnern der globalen Pandemie. Selbstverständlich sind Zahlungen per Bank- oder Kreditkarte eine schon lange gängige Praxis, auch wenn sie in Deutschland nicht so verbreitet sind wie etwa in Schweden, den Niederlanden oder dem Vereinigten Königreich. Zunehmend werden Technologien angeboten, die das Bezahlen mittels Smartphone einfacher und schneller machen sollen. Bemerkenswert an dieser Entwicklung ist, dass die neuen Zahlungsmöglichkeiten statt von Banken nun von Technologieunternehmen wie Paypal, Apple und Google entwickelt und zur Verfügung gestellt werden. Mit den neuen Anbietern von Zahlungen ändern sich jedoch nicht nur deren Komfort und die Schnelligkeit, sondern auch kulturelle und politökonomische Dynamiken. Die Frage, wie sich die Bedeutung von Transaktionen mit der Art ihrer Zirkulation verändert, steht im Mittelpunkt von Lana Swartz’ Buch New Money. How Payment Became Social Media. Die Publikation und speziell ihre Einleitung bringen dabei eine ganz Reihe interdisziplinärer Einsichten zum weiten Thema „Geld“ zusammen: vornehmlich anthropologische, soziologische und historische, weniger politökonomische. Die dominierende Perspektive des Buches ist jedoch eine kommunikations- und medienwissenschaftliche. Die Autorin versteht Geld als ein Kommunikationssystem, während sie die verschiedenen Formen von Geldtransaktionen, die sie in den einzelnen Kapiteln des Buches beschreibt, als kulturelle Praktiken begreift. Geld ist demnach nicht nur Medium des Tauschs, sondern ebenso der Repräsentation. Zahlungsmittel, wie etwa nationale Währungen, Kreditkarten oder Apps, die Transaktionen ermöglichen, haben eine hohe symbolische und damit verbindende Wirkung. Dementsprechend meint das zentrale Konzept der „transactional communities“ ebenjene, die eine bestimmte Art des Bezahlens teilen, und nicht solche, die über Transaktionen miteinander verbunden sind. Kurz gesagt: Das Buch handelt nicht davon, wem Menschen ihr Geld senden, sondern wie sie es tun.

Der zentralen These des Buches zufolge können wir derzeit beobachten, wie sich mit neuen Arten von Transaktionen die Bedeutung von Geld verändert, weg von mass money media hin zu social money media. Während nationale Währungen und auch Kartennetzwerke universelle interoperable Systeme sind, werden im emergierenden Modell Transaktionen in Nischen-Plattformen verschoben, von denen jede ihr eigenes Design, Geschäftsmodell und Steuerungssystem hat. Das Ziel der Technologieunternehmen ist für Swartz klar: „Silicon Valley is attempting to build money technologies that create transactional communities that work for our social media lives; they are doing so according to social media business logics. Many companies are hoping to harness the promise of transactional ‚big data‘ and put it into conversation with other ‚social‘ data sets.“ (S. 20 f.) Als Beleg für ihre These führt Swartz die Zahlungsplattform Venmo an. Venmo stellt Transaktionen von Privatpersonen – zwischen Freunden oder auch mit Geschäften – wie einen social media feed dar und zählt mehr als 40 Millionen aktive Nutzer. Die App ist derzeit nur in Kombination mit einem US-amerikanischen Konto und einer Mobilfunknummer aus den USA nutzbar; allerdings gehört sie zu einer anderen Zahlungsplattform, die bereits in Europa bekannt ist: PayPal. Während Venmo nur auf Daten des US-Markts zugreifen kann, versuchen eine ganze Reihe anderer Plattformen auch in Europa Zugang zu Transaktionsdaten zur erhalten.[2] Allerdings stehen die hiesigen Bestrebungen erst am Anfang und im internationalen Vergleich wird deutlich, dass sich die Zahlungslandschaften in den einzelner Ländern ganz unterschiedlich entwickeln, abhängig vom kulturellen und politökonomischen Kontext: ANT Financials Alipay und Tencents WeChat Pay in China funktionieren anders als Vodafones M-Pesa in Kenya oder ApplePay in Europa.[3] Das Buch kreist also um eine andauernde und durchaus diverse Entwicklung, was die Lektüre noch relevanter macht.

Swartz konzentriert sich auf die USA und analysiert die Entwicklung der dortigen Zahlungsmodalitäten und -gewohnheiten in ihrer historisch engen Verknüpfung mit Kommunikationsmedien. So boten im 19. Jahrhundert der US Postal Service und Western Union, die als Telegrafenbetreiber starteten, ihre Dienste bald auch für die Übermittlung von Transaktionen an. Seitdem hat sich viel geändert und das dominierende Zahlungsmittel in den Vereinigten Staaten sind heute Kredit-, Debit- und auch Prepaid-Karten. Während die Mitgliedschaft im Diners Club und bei American Express anfangs noch exklusiv und prestigeträchtig war, haben sich Kreditkarten ab den 1960er-Jahren schnell verbreitet und werden mittlerweile flächendeckend genutzt. Die von Swartz anschaulich erzählten transactional pasts sind die Grundlage, um die Zahlungsindustrie und ihre Geschäftsmodelle, wie etwa die interchange fee (Interbankenentgeld), zu verstehen. Anhand exklusiver Kreditkartenmitgliedschaften macht Swartz auch verständlich, wie und unter welchen Umständen Zahlungsmodelle als Distinktionsmerkmal fungieren. Eine bestimmte Kreditkarte vorzeigen zu können, war lange Zeit eine Möglichkeit, um den eigenen Status zu markieren und besondere Vorzüge zu erhalten, etwa auf Reisen. Die KonsumentInnen stiften so ihre eigenen transactional identities, wenn sie die finanziellen Mittel dazu zur Verfügung haben. Wie andere Konsumformen reproduzieren auch Zahlungstechniken Ungleichheiten, so die Autorin: „[T]he payments industry is a system of social categorization and distinction, of membership and exclusion. The market segmentation of the issuing industry—the business of paying—creates a mass media transactional community that organizes the world into hierarchical transactional identities.“ (S. 75)

Wie die Zahlungsindustrie selbst Mechanismen der Differenzierung und Kategorisierung nutzt und dass diese zur Exklusion von NutzerInnen führen, zeigt das Beispiel einer Sex-Workerin, die online Spenden für eine medizinische Behandlung sammelt. Die Spendenplattform ist wiederum mit dem Zahlungsdienstleister WePay verknüpft, der eine Nutzung zu pornografischen Zwecken in seinen Geschäftsbedingungen ausschließt. Auf dieser Grundlage wird die Kampagne der Sex-Workerin schnell von der Spendenplattform verbannt, obwohl es sich um eine medizinisch notwendige Behandlung handelt, die nichts mit ihrer Arbeit zu tun hat. Die Autorin führt eine ganze Reihe weiterer Fälle an, um zu veranschaulichen, dass Kategorisierungen politische Implikationen haben und zum Ausschluss ganzer Personengruppen führen können. Swartz gelingt es dabei en passant, die verschiedenen Ebenen und Akteure der Zahlungsindustrie sowie deren Geschäftsmodelle vorzustellen. Dabei betont sie eine weitere bedeutende Verschiebung: Etablierte Zahlungsdienstleister wie Banken bepreisen die mit verschiedenen Arten von Zahlungen verbundenen Risiken (zum Beispiel in Form von Rückforderungen) und erwirtschaften so einen monetären Gewinn. Kunden, deren Transaktionen mit höheren Risiken assoziiert werden, zahlen zwar höhere Gebühren, ihnen wird die Transaktion aber nicht grundsätzlich verwehrt. Die neuen Akteure folgen einer Plattformökonomie und managen Risiken daher mit den Techniken der Digitalindustrie: Sie nutzen Mechanismen der Überwachung und Automatisierung, um ihre Geschäftsbedingungen durchzusetzen, und verweigern alle sogenannten High-Risk-Transaktionen. Mittels machine learning sind sie in der Lage, die Social-Media-Aktivitäten ihrer KundInnen zu erfassen und zweifelhafte Transaktionen in Echtzeit zu stoppen. Im Resultat verschiebt sich dank solcher Praktiken die Risikoevaluation: Nicht mehr die Transaktion gilt als riskant, sondern die Person, die sie vornehmen möchte Im oben beschriebenen konkreten Fall heißt das: „Instead of pornography being treated like a high-risk transaction, pornographic performers are being treated like high-risk people, even when they’re not working.“ (S. 97)

Swartz beleuchtet eine weitere Strategie der (Zahlungs-)Plattformen und ihrer Datenökonomie: Sie nutzen große Datensätze, auf deren Grundlage sie probabilistische Modellierungen durchführen, um Risiken frühzeitig erkennen und dadurch kontrollieren zu können. Die Big-Data-basierten Modelle versprechen, dynamischer zu agieren als jene, die auf statischen Listen verbotener Aktivitäten beruhen. Die NutzerInnen werden so Teil von experimentellen Systemen der predictive analytics, die Attribute erkennen sollen, die mit ungewollten Risiken korrelieren. Derzeit führen diese neuen Kalkulationen jedoch vielfach dazu, dass User plötzlich nicht mehr in der Lage sind, ihre Transaktionen auszuführen oder an ihre Guthaben zu gelangen. Einmal geblockte NutzerInnen haben kaum die Möglichkeit, den algorithmischen Bewertungen zu widersprechen. Dabei wird klar, dass jede Person, die elektronische Zahlungen erhält und/oder tätigt, sich in Systemen befindet, die experimentell und undurchsichtig verfahren und zugleich kaum Möglichkeiten der Intervention bieten.

Wenn die Technologieunternehmen, die im Payment-Segment agieren, nicht an den Gebühren interessiert sind, die sich mit Transaktionen verdienen ließen, warum wollen sie diesen unbedingt Sektor erschließen? Die Antwort gibt Swartz in den beiden zentralen Kapiteln des Buches: transactional memories und transactional publics. Transaktionsdaten dienen als Informationsspeicher, der eine Reihe von Schlussfolgerungen über die Eigenschaften der Teilnehmenden zulässt.[4] Finanztransaktionsdaten werden schon länger für die Einschätzung von Kreditwürdigkeit, für Marketingzwecke und andere Vorhersageanalysen genutzt. Wie Greta Krippner in einem aufschlussreichen Essay diskutiert,[5] haben sich Praktiken der Finanzüberwachung schon lange im Bereich der Bonitätsauskunft[6] und der Versicherungswirtschaft etabliert.[7] Beide Industrien versuchen, eine individuelle Bepreisung zu ermöglichen, indem einzelne Personen als Individuen erkannt und behandelt werden. Wie Swartz zeigt, intensivieren sich diese Bemühungen durch den data imperative des Silicon Valley mit dem Ziel, Transaktionen als Quelle neuer Wertschöpfung zu erschließen. Die neuen Zahlungsdienstleister sammeln die Finanzdaten somit in Erwartung zukünftiger Gewinne. Die damit einhergehende neue finanzielle Erschließung von Transaktionen – weg vom Gebührenmodell hin zur Nutzung der Finanztransaktionsdaten – sorgt dafür, dass Zahlungen zunehmend als Teil der social media wahrgenommen werden. Zusammen mit anderen persönlichen Informationen wie sozialen Interaktionen und Standortdaten erfassen die Unternehmen nun auch Transaktionsdaten als soziale Aktivitäten. Entsprechend lassen sie sich aggregieren und analysieren, um dann gebündelt als Modelle für Prognosen verkauft zu werden: „[R]ecords of payment are an underexploited resource, a new genre of personal data to add to companies’ existing portfolios of user surveillance.“ (S. 124)

Einen wichtigen Bereich, in dem das Potenzial von Transaktionsdaten bereits genutzt wird, erwähnt Swartz allerdings nur beiläufig: den der (Finanz-)Sicherheit. Die Autorin verweist zwar auf Palantir, einem kontrovers diskutierten Anbieter von Software für predictive data analytics, der unter anderem in Deutschland mit einer Reihe von Sicherheitsbehörden kooperiert. Das Unternehmen entstand als Ableger von PayPal, seine Kerntechnologie half bei der Erkennung von Betrugsaktivitäten auf eBay. Sowohl die rezente Überwachung von Finanztransaktionen wie auch die Bestrebungen, diese für Sicherheitsanliegen zu nutzen, gehen jedoch deutlich weiter – was Swartz allerdings nicht diskutiert. Schon vorher, aber insbesondere seit dem 11. September 2001 gilt die Auswertung von Finanztransaktionsdaten als Schlüsseltechnologie, um illegale Aktivitäten und Terrorismus zu erkennen und zu bekämpfen. Getreu dem Motto „Follow the Money“ versucht man etwa mittels Netzwerkanalyse, terroristische Verbindungen zu entdecken und Terrorfinanzierung somit präventiv zu verhindern. Nicht nur die Finanz-, sondern auch die Staatssicherheit basiert also auf der Überwachung und Auswertung von Transaktionen. Entsprechend sind Banken gesetzlich verpflichtet, mittels Transaktionsanalyse aktiv gegen Geldwäsche und Terrorfinanzierung vorzugehen.[8] Aktuelle Skandale um Wirecard und die deutsche Financial Intelligence Unit, eine Spezialeinheit zur Bewertung verdächtiger Transaktionen, bescheren diesem Bereich derzeit Prominenz.[9] Ebenso legen die zuletzt veröffentlichten FinCEN-Files gravierenden Probleme in der globalen Überwachung der Finanzströme offen. Die Enthüllungen beruhen dabei maßgeblich auf geheimen Berichten, in denen Banken verdächtige Transaktionen an die US-amerikanischen Behörden melden.[10]

Ein Buch über New Money muss unweigerlich auch das Thema Krypto-Währungen behandeln. Swartz diskutiert Bitcoin in einer Reihe mit lokalen Zahlungsalternativen oder Bonus- und Treueprogrammen von Unternehmen. Sie verweist darauf, dass es in der Geschichte oftmals plurale Formen von Geld gegeben habe und dass diese vor allem privat und eben nicht staatlich organisiert waren. Die derzeitigen alternativen Währungen haben ihr zufolge das Potenzial, die Grenzen, die staatlichen Währungen gesetzt sind, zu überwinden: „Whether crypto, community, or corporate, many of today’s dominant visions for the future of money are unlinked from the political and territorial structures of nationhood.“ (S. 150) Ob Facebook seine Ankündigung, mit Libra eine eigene Währung zu entwickeln, umsetzen und dabei zukunftsweisend sein wird, bleibt angesichts der Gegenwehr von Finanzbehörden abzuwarten. Für Swartz gehört Libra dezidiert zum „Silicon Valley feudalism“, während Bitcoin auf dem „techno-libertarianism and anarcho-capitalism“ fußt. Beide Krypto-Währungen haben jedoch mit der Blockchain eine gemeinsame Infrastruktur.

Schließlich ist es bemerkenswert und vielsagend, dass der Ausblick auf die transactional futures nicht ins Silicon Valley geht, sondern sich in Richtung China wendet. Dort ist mit WeChat bereits eine App alltäglich, die alle Aspekte des digitalen Lebens vereint: social media, Arbeits- und Privatkontakte, Nachrichten, Essensbestellungen, Spiele, sogar Anträge für Visa sind möglich – und natürlich Zahlungen und Transaktionen. Die App wird aktuell in 49 Ländern genutzt und soll weiter expandieren. Dank WeChat können Touristen, die im Frankfurter Flughafen oder in Las Vegas mit der App Zahlungen initiieren, diese von ihrem chinesischen Bankkonto an das chinesische Konto des Empfängers senden. WeChat-NutzerInnen bleiben so Teil der chinesischen transactional community und das staatliche Kontrollsystem kann selbst dann auf sie zugreifen, wenn sie im Ausland unterwegs sind. Wie eng die Kooperation von privater und staatlicher Überwachung im chinesischen System ist, wurde zuletzt bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie deutlich: Während in vielen Ländern Europas die Bemühungen, eine datenschutzkonforme Corona-App zu entwickeln, Monate dauerten, wurde in China lediglich eine Erweiterung für WeChat und Alipay (die andere große Zahlungsplattform) entwickelt. Der health code konnte dabei auf die zahlreichen Datenpunkte zurückgreifen, die bereits gesammelt wurden: Ortsdaten, soziale Interaktionen und Netzwerke.[11] Die globale Pandemie war somit nicht nur ein Katalysator für bargeldloses Bezahlen, sondern erhöhte auch die Aufmerksamkeit für das Potenzial von Zahlungsapplikationen und -daten. Auch wenn die pandemischen Entwicklungen der letzten sechs Monate keinen Eingang in Swartz’ Buch fanden, machen die jüngsten Ereignisse sein zentrales Argument nur relevanter. Darüber hinaus machen auch die vielen Beispiele, anhand derer Swartz die derzeitigen Entwicklungen verdeutlicht, ihr Buch lesenswert. Zugleich lässt es Raum für weitere Forschung, etwa für europäische Perspektiven, um die gegenwärtigen Verschiebungen in ihren ökonomischen, politischen und sozialen Dimensionen besser zu verstehen. 

Fußnoten

[1] Eine englische Besprechung erscheint in Finance & Society.

[2] Carola Westermeier, Money Is Data. The Platformization of Financial Transactions, in: Information, Communication & Society (2020), S. 1–17.

[3]Jean-Christophe Plantin / Gabriele de Seta, WeChat as Infrastructure. The Techno-Nationalist Shaping of Chinese Digital Platforms, in: Chinese Journal of Communication 12 (2019), 3, S. 257–273;Gladys Pak Lei Chong, Cashless China. Securitization of Everyday Life Through Alipay’s Social Credit System—Sesame Credit, in: Chinese Journal of Communication 12 (2019), 3, S. 290–307; Daivi Rodima-Taylor / William W. Grimes, Virtualizing Diaspora. New Digital Technologies in the Emerging Transnational Space, in: Global Networks 19 (2019), 3, S. 349–370.

[4] Rachel O’Dwyer, Cache Society. Transactional Records, Electronic Money, and Cultural Resistance, in: Journal of Cultural Economy 12 (2019), 2, S. 133–153.

[5] Greta R Krippner, Bearing Risks and Being Watched [15.9.2020], in: Public Books, 26.2.2019.

[6] Josh Lauer, Creditworthy. A History of Consumer Surveillance and Financial Identity in America, New York 2017.

[7] Daniel B. Bouk, How Our Days Became Numbered. Risk and the Rise of the Statistical Individual, Chicago, IL / London 2015.

[8] Louise Amoore / Marieke de Goede, Transactions after 9/11. The Banal Face of the Preemptive Strike, in: Transactions of the Institute of British Geographers 33 (2008), 2, S. 173–185; Marieke de Goede, Risk, Preemption and Exception in the War on Terrorist Financing, in: Louise Amoore / Marieke de Goede (Hg.), Risk and the War on Terror, Abingdon 2009, S. 97–111; Marieke de Goede, Speculative Security. The Politics of Pursuing Terrorist Monies, Minneapolis, MN 2012; Anthony Amicelle / Gilles Favarel-Garrigues, FINANCIAL SURVEILLANCE, in: Journal of Cultural Economy 5 (2012), 1, S. 105–124; Anthony Amicelle, When Finance Met Security. Back to the War on Drugs and the Problem of Dirty Money, in: Finance and Society 3 (2017), 2, S. 106–123; Marieke de Goede, Chains of Securitization, in: Finance and Society 3 (2017), 2, S. 197–207; Pieter Lagerwaard, Flattening the International. Producing Financial Intelligence through a Platform, in: Critical Studies on Security (2020), S. 1–15.

[9] Jan Lukas Strozyk / Benedikt Strunz, Wirecard-Skandal. Zoll übersah weitere Verdachtsmeldungen [15.9.2020], in: Tagesschau, 20.8.2020.

[10] Much, Mauritius / Obermaier, Frederik / Schreiber, Meike / Willmroth, Jan, Leak enthüllt globales Versagen im Kampf gegen Geldwäsche [22.9.2020], in: Süddeutsche Zeitung, 20.9.2020

[11] Andreas Langenohl / Carola Westermeier, Die Sicherheitsversprechen digitaler Technologien [15.9.2020], in: Soziopolis, 24.4.2020.

Dieser Beitrag wurde redaktionell betreut von Wibke Liebhart.