Aktuelle Forschungsprojekte zu Sozialstruktur und sozialer Ungleichheit – Schwerpunkt Sozialstruktur und Politik

Frühjahrstagung der DGS-Sektion „Soziale Ungleichheit und Sozialstrukturanalyse“

Soziale Ungleichheit ist Gegenstand aktueller öffentlicher Debatten: Bleiben Ungleichheiten trotz einer boomenden Wirtschaft bestehen oder nehmen sie sogar zu? Wie werden Ungleichheiten über Generationen hinweg reproduziert? Warum werden Ungleichheiten gruppenspezifisch unterschiedlich wahrgenommen? Welche individuellen und gesellschaftlichen Folgen von Ungleichheit gibt es, insbesondere in Bezug auf politische Teilhabe?

Die Frühjahrstagung der DGS Sektion „Soziale Ungleichheit und Sozialstrukturanalyse“ ist thematisch bewusst offen gehalten. Sie setzt damit eine mehrjährige Tradition fort und bietet Gelegenheit, mehr aktuelle Forschungsprojekte vorzustellen als auf dem zweijährlichen Soziologiekongress möglich ist. Wir freuen uns über Einreichungen, die theoretisch neue Ansätze zur Entstehung, Verfestigung oder zum Wandel von Ungleichheiten vorstellen, die innovative methodische Forschungsdesigns verwenden, die neue Datenquellen nutzen, oder Einreichungen, die spannende Befunde aus laufender Forschungsarbeit berichten. Explizit sind Vorträge mit unterschiedlichen methodischen und theoretischen Forschungsansätzen eingeladen.

Inhaltlich sollten die Einreichungen einen Bezug zur vergleichenden Sozialstruktur- und Ungleichheitsanalyse bieten (u. a. Forschungen zu Lebenslauf, Klassenlage, sozialer Mobilität, Geschlechterungleichheiten, Milieu, Lebensstil) – willkommen sind auch Inhalte, die andere Teilbereiche der Soziologie oder andere Disziplinen berühren (u. a. Demografie, Kulturwissenschaften, Ökonomie, Psychologie).

Ein Teil des Tagungsprogramms ist explizit für Beiträge aus dem Bereich der politischen Soziologie reserviert: Wie gut können Sozialstruktur und ungleiche Lebenslagen politische Einstellungen und politisches Verhalten erklären? Wie stark ist und welche Folgen hat sozial induzierte politische Ungleichheit? Wie wichtig sind wahrgenommene und tatsächliche individuelle und kollektive Ungleichheitslagen für die politische Beteiligung? Welche Rolle spielen individuelle Lebensverläufe, kulturelle Prägungen und aktuelle soziale Lagen für die Wahrnehmung und Bewertung von Parteien und politischen Positionen? Wie entwickeln sich Demokratiezufriedenheit und die Akzeptanz des Rechtsstaats in Abhängigkeit von der jeweiligen ökonomischen, sozialen und kulturellen Position?

Weitere Informationen (Link)