Alternative Epistemologien: Kulturtheorien jenseits des Eurozentrismus

Wissenschaftstheoretischer Workshop

Was bieten lateinamerikanische und postkoloniale Theorien aus Indien und Südafrika für Wege aus dem globalisierten Wissensdiskurs zu Beginn des 21. Jahrhunderts? Was bedeutet es konkret, akademisches Wissen zu dekolonisieren? Wie lässt sich die Hegemonialität englischer Wissenschaftssprache über alle anderen Sprach- und Zeichensysteme überwinden, ohne auf einen globalen Wissensdialog zu verzichten? Wie lassen sich Wissensbildungsprozesse von der neoliberalen Wirtschaftsordnung entkoppeln? Welche akademischen Dezentrierungspraktiken wurden bereits erfolgreich umgesetzt, welche sind gescheitert? Was bedeutet es archipelisch zu denken (Glissant) und im Zustand der Bewegung (Rivera Cusicanqui, Bardet) Erkenntnis zu generieren?

Der Workshop dient erstens einer Bestandsaufnahme solcher Versuche, die verstreut über verschiedene Fachrichtungen und Kontinente allererst zusammengeführt und in einen Dialog gebracht werden sollen, und zweitens die Forderungen der de- und postkolonialen Kritik in eine Praxis „situierten Wissens“ (Mignolo) zu übersetzen: das heißt, das europäische zu provinzialisieren (Chakrabarty).

Hinweis: Ort wird noch angekündigt.

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Kontakt: Kirsten Mahlke (Konstanz) kirsten.mahlke[at]uni-konstanz.de