ALTHUSSER heute/noch/wieder

Workshop an der Universität Leipzig

Der französische Philosoph und Marxist Louis Althusser hat die innermarxistischen und human­ wissenschaftlichen Debatten der 1960er und 1970er Jahre so tiefgreifend geprägt wie nur wenige andere. Aus heutiger Sicht ist seine Rolle als entscheidender Stichwortgeber in der Entwicklung des Poststrukturalismus seit den frühen 1980er Jahren und in der Formierung des Postmarxismus als eigenständiger Theorieströmung unbestreitbar. Damit ist sein Einfluss bis in die gegenwärtigen Sozial- und Geisteswissenschaften spürbar. Dennoch bleibt das theoretische und politische Erbe seines Werks umstritten. Anlässlich der deutschen Neuübersetzungen einiger seiner Bücher und des 50-jährigen Publikationsjubiläums von „Lire le Capital” sollen in diesem Workshop aus verschiedenen Perspektiven Fragen nach der theoriehistorischen Relevanz, der Aktualität und der Möglichkeit einer systematischen Relektüre von Althussers Schriften aufgeworfen und disku­tiert werden.

Mit Vorträgen von Julia Christ (Frankfurt a. M./Paris), Katja Diefenbach (Stuttgart/Berlin), Urs Lindner (Erfurt), Florian Heßdörfer (Leipzig), Bastian Mokosch (Leipzig) und Christian Schmidt (Leipzig) und unter Beteiligung von Ulrich Brieler (Leipzig), Corina Färber (Leipzig), Rebecca Pates (Leipzig), Martin Saar (Leipzig), Stefan Wellgraf (Frankfurt a.d. O.) u.a.
Abendvortrag von Prof. Katja Diefenbach am Freitag, 19h.

Zum Programm

Organisation:

Bastian Mokosch, Corina Färber und Martin Saar (Leipzig)

Ort: Raum 2.0.10 des Geisteswissenschaftlichen Zentrums (GWZ) am Freitag und im Vortragssaal der Albertina/Universitätsbibliothek am Samstag, Beethovenstraße 15 bzw. 6, 04107 Leipzig, Universität Leipzig