Am Küchentisch - Frauen in der Opposition

Werkstattgespräch I der Veranstaltungsreihe "Unangepasst. Repressionserfahrungen von Frauen in der DDR" in der Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie in Berlin

Die „sozialistische Frau“ war in Vollzeit werktätig, verheiratet, Mutter, Hausfrau und idealerweise noch gesellschaftlich engagiert. Die staatlich verordnete Emanzipation der DDR-Frau löste die althergebrachten Geschlechterrollen aber nicht ab, sondern ließ sie weiter fortleben. Das propagierte Leitbild weiblichen Lebens war verbindlich, denn Abweichungen ahndeten DDR-Behörden vielfach mit Ausgrenzung, Repression und Verfolgung.

Die Veranstaltungsreihe richtet den Fokus auf randständige Frauengruppen, die politisch, sozial, (sub-)kulturell von den sozialistischen Normen abwichen. Welche Sozialisierungen, Vorstellungen und Ideen hatten nichtkonform lebende Frauen? Wie und mit welchen Folgen gerieten sie in Konfrontation mit dem SED-Staat? Expert/innen und Zeitzeug/innen stellen den aktuellen Forschungsstand vor und vermitteln die Perspektive der Betroffenen.

Werkstattgespräche

24.10.2019, 19 Uhr, Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie
Werkstattgespräch I: Am Küchentisch - Frauen in der Opposition

Teil der Veranstaltung ist die Vorstellung des Archivbestands "GrauZone" der Robert Havemann Gesellschaft, mit Rebecca Hermandez Gracia (Archivleitung)

Gäste: Samirah Kenawi, Jessica Bock

18:00 Uhr | Führung durch das Archiv der  DDR-Opposition

14.11.2019, 19 Uhr, Lernort Keibelstraße
Frau anders - Lesbengruppen zwischen Bürgerrechts- und Homosexuellenbewegung

5.12.2019, 19 Uhr, Lernort Keibelstraße
"Asoziale" Frauen in der Gesellschaft des Kalten Krieges. Der Fall B.

Kontakt

Ulrike Rothe
Dieffenbachstr. 76, 10967 Berlin
03025794261

Für die Werkstattgespräche ist die Anzahl der Plätze ist begrenzt.
Bitte melden Sie sich daher für alle Werkstattgespräche an unter: rothe(at)agentur-bildung(dot)de

Zur Veranstaltungsreihe (Link)