ArbeitsLeben: „Keep Frozen“

Filmaufführung und Diskussion im Rahmen der Filmreihe "ArbeitsLeben"

Arbeit sei das halbe Leben, hört man oft. In der Tat: In der heutigen Gesellschaft sind die Lebensläufe der Menschen durch eine lange Vorbereitung auf die Erwerbsarbeit und durch ein langes Erwerbsleben geprägt. Trotzdem wird die Bedeutung der alltäglichen Arbeitserfahrungen gesellschaftlich kaum thematisiert. Mediale Darstellungen beziehen sich oft nur auf sehr wenige Berufsfelder, darunter: Polizei, Medizin, Politik, Journalismus, Design/Kunst, Gastronomie, Justiz, Mode, Erziehung/Bildung. Viele Formen von Arbeit bleiben im Dunkeln. Auch in den jüngsten Debatten um die Arbeit 4.0 wird meist ein eher technozentrisches Bild von Arbeit gezeichnet.

Die Filmreihe „ArbeitsLeben“ soll auf die Verschränkungen von Arbeits- und Lebenserfahrungen verweisen und  sich zum einen der Alltäglichkeit der Arbeit, den damit verbundenen Arbeits- und Lebenserfahrungen zuwenden. Zum anderen wird ein besonderes Augenmerk auf jene Arbeitsfelder gerichtet, die typischerweise unterhalb des gesellschaftlichen Aufmerksamkeitshorizontes liegen.

Vor diesem Hintergrund zeigt das Institut für Soziologie der Universität Münster die Filmreihe "ArbeitsLeben": Bis 30. Mai – immer dienstags um 19 Uhr im münsterschen Kino "Cinema" – sind verschiedene Dokumentationen zum Neben- und Miteinander von Arbeit und Lebensalltag zu sehen. Der Kino-Eintritt beträgt jeweils 8 Euro, ermäßigt 6,50 Euro.

Bei diesem Termin geht es um den Film „Keep Frozen“ (Island (2016), 68 Minuten, Regie: Hulda Rós Guðnadóttir). Ein Dokumentarfilm über den Job als Hafenarbeiter an den Kais von Reykjavik, eine Arbeit nur für “echte Kerle“. Einleitung durch Prof. Dr. Stefanie Ernst und Prof. Dr. Christoph Weischer (Institut für Soziologie Münster), Diskussion im Anschluss an die Filmvorführung.

Veranstalter der Filmreihe sind Prof. Dr. Stefanie Ernst, Professorin für Arbeit und Wissen, und Prof. Dr. Christoph Weischer, Professor für Methoden und Sozialstrukturanalyse. Im Anschluss an die Filmvorführungen ist das Publikum eingeladen, über das Gesehene gemeinsam zu diskutieren.

Weitere Informationen auf der Website des Instituts oder über Facebook