Behemoth. Struktur und Praxis des Nationalsozialismus

Buchvorstellung und Diskussion

Franz L. Neumanns »Behemoth« gilt heute als ein »moderner Klassiker« der Sozialwissenschaft und ist doch für die Öffentlichkeit ein Geheimtipp geblieben. 1942, in der Entscheidungsphase des Zweiten Weltkrieges publiziert, war das Buch in einer ersten Fassung die erste Gesamtdarstellung Hitler-Deutschlands eines Emigranten und diente den amerikanischen Behörden als Handbuch für die Kriegsführung gegen die Achsenmächte. Die empirische Analyse der vier Säulen der NS-Gesellschaft, die Behauptung vom fortgesetzt privatkapitalistischen Charakter der totalitären Wirtschaft und die kühne These von der chaotischen Struktur des nationalsozialistischen »Unstaates«, auf die der Name aus der jüdischen Mythologie verweist, stellen bis heute eine Herausforderung für die historische NS-Forschung dar.

Prof. em. Dr. Alfons Söllner, Politikwissenschaftler, Technische Universität Chemnitz
Prof. Dr. Michael Wildt, Historiker; Professor für Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert mit Schwerpunkt in der Zeit des Nationalsozialismus an der Humboldt-Universität zu Berlin
Prof. Dr. Jan Philipp Reemtsma, Geschäftsführender Vorstand der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur, Gründer und bis 2015 Leiter des HIS
Prof. Dr. Wolfgang Knöbl, Soziologe; Direktor des Hamburger Instituts für Sozialforschung

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