Bildungsforschung und Zeitdiagnose

Tagung in Zürich

Wie auch immer die Zeitdiagnose lauten mag: Bildung scheint die Antwort zu sein. Die pädagogische Forschung profitiert zu einem guten Teil von diesem Reflex. Der Wandel von Werten, Technologien, Massenmedien oder gesellschaftlichen Strukturen dient als beliebter argumentativer Einstieg, um empirisch ausgerichtete Projekte zu legitimieren. Aber auch Bildungsphilosophie, -geschichte und -politik rekurrieren nicht selten auf zeitdiagnostische Prämissen, um die eigenen Überlegungen zu rechtfertigen. So wird die Notwendigkeit von Bildungsreformen nahezu ausschliesslich mit einem gesellschaftlichen Wandel begründet.

Um Form und Funktion von Zeitdiagnosen in der Bildungsforschung und der Bildungspolitik auf den Grund zu gehen, laden wir für die Tagung Forscherinnen und Forscher aus unterschiedlichen Teilbereichen der Erziehungs- und Sozialwissenschaft ein, vor dem Hintergrund ihrer eigenen Erfahrungen zu der Thematik Stellung zu nehmen. Welche Bedeutung haben zeitdiagnostische Annahmen für die Legitimation, theoretische Fundierung, methodische Umsetzung, Auswertung und Darstellung der Ergebnisse?

Die Tagung ist öffentlich. Für die Verpflegung wird eine Kostenpauschale erhoben. Falls Sie als Diskutant/in an der Veranstaltung teilnehmen möchten, bitten wir um eine Nachricht an Sandra Widhopf (sandra.widhopf(at)phzh(dot)ch).

Organisiert wird die Tagung von: Dr. Anne Bosche, Stiftung Pestalozzianum, Pädagogische Hochschule Zürich; Prof. Dr. Patrick Bühler, Pädagogische Hochschule, FHNW; Dr. Michael Geiss, Universität Zürich.

Weitere Informationen

Programm (PDF)