Challenges and Choices: The Presidential Election and Its Significance for German-American Relations

Vortrag von Jackson Janes

Alle vier Jahre blickt das Göttinger Institut für Demokratieforschung mit besonderem Interesse auf die USA: Schließlich hängt auch für die Deutschen sehr viel an der Frage, wer als nächster Präsident in das Weiße Haus einziehen wird. Selten jedoch war der Bedarf an Deutung und Analyse der amerikanischen Politik wohl so groß wie 2016. Mit ungeahnter Wucht hat sich dort der Zorn gegen die etablierte Politik in Unterstützung für zuvor chancenlos erscheinende politische Außenseiter umgemünzt. Bei den Demokraten ist es Bernie Sanders, der mit einer, nicht nur für amerikanische Verhältnisse, äußerst links-progressiven Agenda die Favoritin des demokratischen Lagers, Hillary Clinton, unter Druck gesetzt hat. Noch umstürzender – und für viele Deutsche auch verstörender – erscheint jedoch der Aufstieg von Donald Trump zum wahrscheinlichen republikanischen Präsidentschaftskandidaten. Mit einem an die Muster des europäischen Rechtspopulismus angelehnten Politikstil hat er das sogenannte Establishment der Partei förmlich überrollt. Was aber erklärt den Siegeszug dieser Außenseiter? Und was sagt ihr Erfolg (der bei Sanders unvollendet bleiben mag) über die Verfassung der amerikanischen Politik und Gesellschaft aus? In einer Vortragsreihe mit amerikanischen Gastrednern will das Göttinger Institut für Demokratieforschung einen Beitrag zum Verständnis dieser und anderer Phänomene liefern.

Am 8. Juni spricht Jackson Janes (Präsident des American Institut for Contemporary German Studies der Johns Hopkins University). Er gilt als einer der intimsten Kenner der transatlantischen Beziehungen und wird über den Einfluss der Wahlen auf das deutsch-amerikanische Verhältnis sprechen.

Ort: Alte Mensa, Adam-von-Trott-Saal

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