Democratic Competition: The Good, the Bad, and the Ugly

Vortrag von Ian Shapiro

Politische Konkurrenz ist zwar essenziell für eine Demokratie, weil sie alle Beteiligten zur Rechenschaft zwingt; die populäre Forderung nach „demokratischeren“ Entscheidungsprozessen wie Referenden und Vorwahlen hat jedoch in Wirklichkeit mehr Schaden als Nutzen verursacht. Der Politikwissenschaftler Ian Shapiro weist darauf hin, dass diese Formen politischer Konkurrenz die Wählerschaft in einzelne Blöcke fragmentiert haben, was der Implementierung langfristiger, umfassenderer Programme im Weg steht. Dazu kommt, dass rechte Parteien an Legitimität hinzugewonnen haben; dass das Manipulieren von Wahlbezirken zugunsten bestimmter Parteien in einem System, das auf proportionaler Repräsentation basiert, zu einer weitverbreiteten Polarisierung der Wähler geführt hat; und dass der Aufstieg des Protektionismus und des ökonomischen Nationalismus den globalen Frieden und Sicherheit bedroht. In diesem Vortrag wird Shapiro darlegen, warum es jetzt wichtiger ist als je zuvor, die Konsequenzen von dezentralisierten Formen politischer Konkurrenz unter die Lupe zu nehmen, und er zeigt Bedingungen auf, die nötig sind, damit Staaten konstruktive Formen demokratischer Teilhabe innerhalb des bestehenden verfassungsrechtlichen Rahmens entwickeln können.

Anmeldungen erbeten unter:
Tel: (030) 804 83 0 oder E-Mail: program(at)americanacademy(dot)de

Zur Veranstaltung (Link)