Der Philosoph Georg Simmel

Internationale Konferenz an der Bergischen Universität Wuppertal

Georg Simmels Denken reicht in viele Bereiche der Philosophie und der Wissenschaften, der geistigen Kultur und Alltagswelt hinein und auch das Interesse an Simmels Werk verläuft quer zu etablierten Fachgrenzen. Unter den klassischen Vertretern der deutschen Geistesgeschichte
ist Simmel der eher unklassische Denker, der keiner Fachdisziplin eindeutig zugerechnet werden kann. Hinter den bisherigen Bemühungen um eine Aneignung des Denkers Simmel, so aufschlussreich sie im Detail sind, fehlt uns der Blick für die systematischen Fragen nach Zentrum und Peripherie in seinem Werk. Gibt es einen archimedischen Punkt im Denken Simmels oder organisiert sich Simmels Analyse der Phänomene des inneren und äußeren Lebens je nach Gegenstandsbereich neu? Gibt es gar mehrere Zentren oder Strategien der Analyse, die im Wechsel der Betrachtungen einzelner wissenschaftlicher oder alltagsweltlicher Phänomene gleichbleiben? Lassen sich durch das Werk Simmels hindurch methodische Grundentscheidungen freilegen? Oder sind solche Überlegungen obsolet angesichts des frappierenden Materialreichtums und der verblüffenden Perspektivenwechsel von Simmels Denken? Anlässlich Simmels 100. Todesjahres  wollen wir diese Fragestellungen in den Fokus rücken und im Rahmen der Tagung den Versuch unternehmen, hinter den Forschungsarbeiten zu den vielen Fach- und Sachidentitäten, die Simmel in den letzten Jahrzehnten zugeschrieben wurden, den Philosophen Georg Simmel (wieder) zu entdecken.

Organisation
Tim-Florian Goslar, M.A.
Prof. Dr. Gerald Hartung
Heike Koenig, M.Ed.

Arbeitsbereich für Kulturphilosophie und Ästhetik
Philosophisches Seminar
Bergische Universität Wuppertal
Gaußstr. 20
42119 Wuppertal

Anmeldung | Kontakt
simmel2018(at)uni-wuppertal(dot)de

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