Deutschsprachige Philosophie im Exil in den USA 1933–1945

Buchvorstellung und Gespräch mit Max Beck, Nicholas Coomann und Felix Hempe

Der Aufstieg des Nationalsozialismus führte im 20. Jahrhundert zu einem tiefen Einschnitt in der deutschsprachigen Philosophie. Ein Großteil der Intellektuellen sah sich gezwungen, den Herrschaftsbereich der Nationalsozialisten zu verlassen und die Mehrheit der oft jüdischen Philosophen, denen die Emigration gelang, fand schließlich in den USA Zuflucht. Der von Max Beck und Nicholas Coomann herausgegebene Sammelband Historische Erfahrung und begriffliche Transformation. Deutschsprachige Philosophie im Exil in den USA 1933–1945 fragt erstmals in übergreifender Perspektive nach der Bedeutung der amerikanischen Exilerfahrung zwischen 1933 und 1945 für die philosophische Theorieentwicklung. Im Zentrum der Untersuchungen stehen dabei u.a. die Philosophen Rudolf Carnap, Ernst Cassirer, Max Horkheimer, Hannah Arendt, Hans Kelsen und Siegfried Kracauer. 

Max Beck, geboren 1988, ist Doktorand am Institut für Philosophie der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Er studierte Philo- sophie und Neuere Deutsche Literatur in Marburg und Wien und ist als Autor von Essays, Glossen und Literaturkritiken tätig.

Nicholas Coomann, geboren 1987, studierte Philosophie, Geschichte und Pädagogik in Köln und Marburg. Derzeit arbeitet er an einer Dissertation über das Verhältnis von Kritischer Theorie und Philosophischer Anthropologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Felix Hempe, geboren 1988, studierte in Marburg, Kiel und Rennes Politikwissenschaften, Soziologie und Rechtswissenschaften. Derzeit ist er Stipendiat des Leo Baeck Fellowship Programms sowie der Studienstiftung des deutschen Volkes und schreibt an einer Dissertation über die späten Schriften Siegfried Kracauers im amerikanischen Exil.

Gastgeber ist Sebastian Schirrmeister. 

Montag, 15. April, 20.00 Uhr, Jüdischer Salon am Grindel e.V., im Café Leonar, Grindelhof 59, 20146 Hamburg

Weiterführende Informationen (Link)

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Zum Programm des Jüdischen Salons am Grindel eV. (PDF)