Die Aktualität des Sozialismus

Podiumsdiskussion mit Axel Honneth, Christoph Menke, Gesine Schwan und Sahra Wagenknecht

Gehört das Projekt des Sozialismus zurück auf die Agenda einer progressiven linken Politik? In seinem neuen Buch Die Idee des Sozialismus bejaht Axel Honneth diese Frage. Soziale Freiheit, so Honneths These, ist „die eigentliche Idee des Sozialismus“. Mit seiner Neubestimmung der normativen und gesellschaftstheoretischen Grundlagen einer genuin demokratischen sozialistischen Politik eröffnet Honneth so die Vision einer sozialistischen Transformation des Gesellschaft auf dem Wege demokratischer Experimente. Auf dem Podium wird der politische Gehalt dieser Thesen – und genereller: die Zukunft eines sozialistischen Projekts – mit VertreterInnen aus Politik und Wissenschaft diskutiert. Axel Honneth wird seine Thesen in einem kurzen Vortrag vorstellen, gefolgt von Kommentaren von Christoph Menke, Gesine Schwan und Sahra Wagenknecht und einer öffentlichen Diskussion.

Die Veranstaltung wird organisiert von Rahel Jaeggi und Lukas Kübler, Lehrstuhl für Praktische Philosophie, Rechts- und Sozialphilosophie der HU Berlin. Gefördert wird die Veranstaltung  von der Humboldt-Universitäts-Gesellschaft und dem Suhrkamp Verlag.

Axel Honneth ist Professor an der Columbia University, New York City, Direktor des Instituts für Sozialforschung in Frankfurt/M. und Senior Professor an der Goethe-Universität Frankfurt/M. Zu seinen umfangreichen Veröffentlichungen auf dem Gebiet der Sozialphilosophie, der politischen Philosophie und der Gesellschaftstheorie gehören u. a. Das Recht der Freiheit (2011), Pathologien der Vernunft: Tradition und Gegenwart der Kritischen Theorie (2007) und Kampf um Anerkennung(1992, erw. Neaufl. 2003). 2015 wurde er mit dem Ernst-Bloch-Preis ausgezeichnet.

Christoph Menke ist Professor für praktische Philosophie mit Schwerpunkt politische Philosophie und Rechtsphilosophie an der Goethe-Universität Frankfurt/M. und im akademischen Jahr 2015/16 Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Er hat zahlreiche Bücher und Aufsätze auf dem Gebiet der Rechtsphilosophie, der politischen Philosophie und der Ästhetik veröffentlicht, u. a. Kritik der Rechte (2015), Die Kraft der Kunst (2013) und Spiegelungen der Gleichheit (2000).

Gesine Schwan war von 1999 bis 2008 Präsidentin der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/O., davor von 1977 an Professorin für politische Theorie und Philosophie an der Freien Universität Berlin. Seit 2014 ist sie Präsidentin der von ihr mitgegründeten Humboldt-Viadrina Governance Platform Berlin. Neben ihrer wissenschaftlichen Karriere war sie auch politisch tätig, u. a. als Mitglied der Grundwertekommission der SPD und kandidierte 2004 und 2009 auf Vorschlag der SPD für das Amt der Bundespräsidentin. Sie ist Autorin zahlreicher Bücher und wurde für ihr politisches Engagement mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

Sahra Wagenknecht ist seit 2009 Mitglied des deutschen Bundestages und dort seit 2015 Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE. Von 2004 bis 2009 war sie Mitglied des Europaparlaments. Als promovierte Wirtschaftswissenschaftlerin und politische Publizistin ist sie Autorin zahlreicher Bücher zur Ökonomie des Finanzkapitalismus, u. a. zuletzt Reichtum ohne Gier (2016) und Freiheit statt Kapitalismus (akt. Neuaufl. 2012).

Ort: Humboldt-Universität zu Berlin, Audimax, Eintritt frei, keine Anmeldung notwendig, Einlass ab 17.45 Uhr.

Kontakt: workshops.sozialphilosophie(at)hu-berlin(dot)de

Am folgenden Tag findet ein Buchworkshop mit Axel Honneth statt.

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