"Die Straße ist die Tribüne des Volkes". Ansichten zum 4. November 1989

Theaterstück/Tagung/Ausstellung vom 29. bis 21. Oktober 2019 in Berlin

Die Massendemonstration, die am 4. November 1989 auf dem Alexanderplatz in Ostberlin stattfand, erscheint zwar immer wieder in der Geschichte der Friedlichen Revolution, meist jedoch reduziert auf wenige Slogans und kurze Zitate aus den dort vorgetragenen Reden. Das Ereignis als Ganzes bleibt bis dato größtenteils unerforscht. Das Projekt „Utopia ’89“ (Centre Marc Bloch/Institut français Berlin) beleuchtet aus verschiedenen Perspektiven - in einem Theaterstück, einer wissenschaftlichen Tagung und einer Ausstellung - die Prozesse und Utopien des 4. November in all ihrer Komplexität. Die Demonstration wird so in den Mittelpunkt der vielfältigen, teils widersprüchlichen Dynamiken gestellt, die in den entscheidenden Herbstwochen 1989 bis hin zum Mauerfall am 9. November die DDR
aufrüttelten.

Programm

29. Oktober 2019 19:30 Uhr (Institut français, Berlin)
Theaterstück „Utopia ’89 / Nous sommes le peuple“
Anschließend: Diskussion mit dem Team des Theaterstücks: Frédéric Barriera (Autor und Regisseur), Jürgen Genuit (Schauspieler), Amandine Thiriet (Schauspielerin). Moderation: Cécile Moreno (Centre Marc Bloch)

30. Oktober 2019, 9-20 Uhr (Centre Marc Bloch, Berlin)
Begrüßung und Einführung durch die Veranstalter

Die revolutionäre Dynamik in Ost-Europa und der DDR (10:00 Uhr)Panel 1 mit Detlef Pollack (Universität Münster), Paulina Gulińska-Jurgiel (Universität Halle), Sonia Combe (Centre Marc Bloch). Moderation: Silke Mende (Centre Marc Bloch)

Vorgeschichte des 4. November 1989 und Ablauf der Demonstration (13:30 Uhr)
Panel 2 mit Frédéric Barriera (Autor des Theaterstücks „Utopia ’89/ Nous sommes le peuple“), Laure de Verdalle, Caroline Moine, Guillaume Mouralis (Centre Marc Bloch), Patrick Bauer (Journalist und Autor). Moderation: Boris Grésillon (Universität Aix-Marseille)

Auf der Suche nach dem 4. November 1989 (17:00 Uhr)
Panel 3: Podiumsdiskussion mit Tina Krone (Robert-Havemann-Gesellschaft), Jutta Seidel (Mitbegründerin des Neuen Forums), Silke Haase (Künstlerin, Berlin), Andreas Kämper (Fotograf). Moderation: Agnès Arp (Universität Jena)

Eröffnung der Ausstellung „Spuren einer Utopie. Die Massendemonstration vom 4.11.1989“ (19:30 Uhr)

31. Oktober 2019, 9:30-16:00 Uhr (Institut français, Berlin)
4. November 1989: Konstruktion des Ereignisses und Erinnerung (9:30 Uhr)
Panel 4 mit Lotte Thaa (FU Berlin), Jutta Braun (ZZF, Potsdam), Thomas Flierl (ehem. Berliner Senator für Wissenschaft, Forschung und Kultur), Simon Strick & Susann Neuenfeldt (Theaterkollektiv PKRK). Moderation: Caroline Moine (Université Paris Saclay/Centre Marc Bloch)

Was wäre, wenn die Mauer nicht gefallen wäre? (14:00 Uhr)
Eine kontrafaktuelle Geschichte erzählt von Quentin Deluermoz (Universität Paris 13/Nord) und Pierre Singaravélou (Universität Paris-Sorbonne). Anschließend: Diskussion mit Effi Böhlke (Rosa-Luxemburg-Stiftung) und Jérôme Heurtaux (CEFRES, Prag)

Zum Veranstaltungsprogramm (PDF)