Einführung in die Analyse von Strukturgleichungsmodellen für Querschnittsdaten

Online-Workshop vom 28. bis 29. September 2020

Sozialwissenschaftliche Forschung steht häufig vor dem Problem, dass soziale Phänomene wie z.B. ausländerablehnende Einstellungen nicht direkt beobachtbar sind. Solche latenten Konstrukte müssen daher mittels Messmodellen operationalisiert werden. Die Strukturgleichungsmodellierung (SEM) ist ein Verfahren, mit dessen Hilfe Messmodelle empirisch getestet sowie kausale Zusammenhängen zwischen latenten Variablen überprüft werden können.  Der Workshop führt in die Logik der Strukturgleichungsmodellierung ein und verfolgt die anwendungsbezogene empirische Analyse (u.a. mit Daten des Allbus) mit gängiger SEM-Software (v.a. Mplus, aber auch mit Anschauungsbeispielen für R (package lavaan) und AMOS). Zu den Themen gehören u.a.:- Spezifikation und Schätzverfahren- Konfirmatorische Faktorenanalyse- Pfadanalyse- Moderator- und Mediatoreffekte- Multigruppenanalyse und Test auf Messäquivalenz- Methodische Fallstricke- Einführung in SEM-Software

Zielgruppe

Alle, die sich für die Analyse von latenten Variablen in den Sozialwissenschaften interessieren.

Lernziel

Die TeilnehmerInnen können eigene SEM-Analysen mit Querschnittdaten durchführen und kennen die zentralen methodischen Problemstellungen sowie mögliche Lösungsansätze bei der statistischen Analyse mit latenten Variablen.

Voraussetzungen

Voraussetzung ist ein sicherer Umgang mit Techniken der Regressionsanalyse und zumindest Grundlagenwissen zur Hauptkomponentenanalyse (“explorative Faktorenanalyse”). Gute Deutschkenntnisse (B2 Niveau)Good knowledge of German (Level B2)

Referenten

Henrik Andersen ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fakultät für Human- und Sozialwissenschaften, Institut für Soziologie, Fachgebiet Soziologie mit Schwerpunkt Empirische Sozialforschung an der TU Chemnitz. Zuvor war er wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachbereich Sozialwissenschaften, Fachgebiet Empirische Sozialforschung an der TU Kaiserslautern.

Prof. Dr. Jochen Mayerl ist Professor für Soziologie mit Schwerpunkt Empirische Sozialforschung an der TU Chemnitz. Zuvor war er Juniorprofessor für Methoden der empirischen Sozialforschung an der TU Kaiserslautern. Seit 2012 lehrt er Strukturgleichungsmodellierung an der ECPR Summer School in Ljubljana und Budapest. Zu seinen Forschungsgebieten gehören Strukturgleichungsmodelle, Surveyforschung und Einstellungs-Verhaltens-Forschung insbesondere in den Bereichen Ethnozentrismus und Umweltbewusstsein.

Weitere Informationen und Anmeldung (Link)