Feministische Visionen vor/nach 1989 – Einmischen, Gestalten, Provozieren

Tagung zu 30 Jahren institutionalisierte Frauen- und Geschlechterforschung an der Humboldt-Universität zu Berlin

Anliegen der Tagung ist es, die Bedeutung der Frauen- und Geschlechterfrage sowohl in den Umbruchsprozessen der DDR als auch im Prozess der politischen Transformation nach 1989 zu analysieren. - Ist doch die Ordnung der Geschlechter ein zentrales Handlungsfeld, wenn Gesellschaften einschneidende Veränderungen durchlaufen.

Inwieweit prägen geschlechtertypische Erfahrungen und feministische Visionen vor und nach der „Friedlichen Revolution 1989“ das heutige Handeln von Frauen und Männern? Welchen Einfluss haben soziale Konstruktionen und Zuschreibungen auf das kollektive (Geschlechter-)Gedächtnis und wie beeinflusst das die aktive Gestaltung von Lebensverhältnissen? Wie zeigt sich Intersektionalität in den Macht- und Herrschaftsverhältnissen vor und nach der Wende? Wo liegen Ursachen für heutige rechte Identitätspolitik und Fremdenfeindlichkeit? Welche Perspektiven eröffnen sich im transnationalen Vergleich postsozialistischer Länder hinsichtlich der Handlungsmacht von Frauen und Männern und der Relevanz von zeitgemäßer Geschlechterpolitik?
All diese Fragen sollen im Rahmen der Tagung diskutiert werden. Insbesondere in Literatur und Kunst wurden und werden gesellschaftliche Visionen entworfen, die uns heute mögliche Antworten geben.

Die Tagung bietet einen Rahmen, über Brüche, Verlust und Wiederaneignung von feministischen Visionen zu diskutieren.

Die Tagung feiert 30 Jahre institutionalisierte Frauen- und Geschlechterforschung an der Humboldt-Universität zu Berlin: Am 8. Dezember 1989 wurde das Zentrum für interdisziplinäre Frauenforschung (ZiF) gegründet.

Wir bitten um Anmeldung bis zum 11. November 2019.

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