Festung als Lebensform. Praktiken der Sicherheitsproduktion in der afghanischen Hauptstadt Kabul

Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe "Organisation, Dauer und Eigendynamik von Gewalt" an der Universität Bielefeld

Vortragende: Teresa Koloma Beck, Universität der Bundeswehr München

Kommentiert von: Klaus Weinhauer, Universität Bielefeld

Raum: X-E1-201

Seit einigen Jahren wächst in der interdisziplinären Gewaltforschung das Interesse an raumtheoretisch gerahmten Analysen. Dabei ist »Gewaltraum« zu einem Referenzbegriff geworden, der suggeriert, soziales Leben im Krieg sei durch die Ausübung von und Furcht vor Gewalt bestimmt. Anhand einer ethnographischen Forschung in Kabul zeigt der Vortrag, dass die Raumdimension in den Dynamiken der Gewalt tatsächlich eine wichtige Rolle spielt, der Begriff Gewaltraum jedoch in die Irre führt. Er erläutert, wie Sicherheit sozial produziert wird und die Herstellung sicherer Orte zu einer zentralen Logik des Alltags wird.

Weitere Informationen (Link) / (PDF)