Flucht vor dem Frieden

Veranstaltung mit Sabine Kurtenbach (GIGA), Julia Strasheim (GIGA) und Thorsten Clausing (Auswärtiges Amt)

Während die Mehrheit der nach Europa kommenden Flüchtlinge aus Syrien stammt, kommt ein beträchtlicher Anteil aus Ländern ohne offenen Krieg. Politik und Medien begegnen den anhaltenden Fluchtbewegungen aus Afghanistan oder dem Balkan häufig mit Unverständnis. Schließlich sei doch in den vergangenen Jahren viel Geld der internationalen Entwicklungszusammenarbeit in diese Nachkriegsländer geflossen. Aber internationale Hilfe wirkt nur sehr begrenzt auf die Ursachen von Migration ein.

Die Flucht vor dem Frieden lässt sich vor allem mit drei Defiziten internationalen Engagements begründen: Mangelnde Gewaltreduzierung unterhalb der Schwelle zum Rückfall in den Krieg, dysfunktionale Institutionen und fehlende soziale und ökonomische Perspektiven. Erfahrungen aus Nepal und El Salvador illustrieren dies. Internationale Akteure müssen ihre Strategien in Nachkriegskontexten so verändern, dass die Mehrheit der Bevölkerung vom Kriegsende profitiert - und nicht nur die jeweiligen Eliten.

Vorträge und Diskussion mit Sabine Kurtenbach (GIGA), Julia Strasheim (GIGA) und Thorsten Clausing (Auswärtiges Amt), moderiert von Christian von Soest (Leiter des GIGA Forschungsschwerpunkts "Frieden und Sicherheit")

Weitere Informationen

Anmeldung bis zum 10.05.2016 an:
berlin-registration(at)giga-hamburg(dot)de.