Gertrud Bäumer als Reformpädagogin in Hamburg 1916-1920

Lecture2Go des Fachschaftsrats Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg: Hamburger Pädagoginnen im 20. Jahrhundert

Viele Hörsäle der Universität Hamburg wurden in einem Akt lebendiger Erinnerung nach Antifaschistinnen und Antifaschisten benannt, die an dieser Institution gewirkt haben. Anna Siemsen (1882-1951) ist die Namensgeberin des Hörsaals der Erziehungswissenschaft, die Bibliothek ist nach Martha Muchow (1892-1933) benannt. Es gab jedoch Anfang des 20. Jahrhunderts noch mehr Pädagoginnen, die in Hamburg aktiv waren, wie Erna Stahl (1900-1980), Frieda Stoppenbrink-Buchholz (1897-1993), Olga Essig (1884-1965) und Gertrud Bäumer (1873-1954). Angesichts aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen wollen wir an das Wirken und Leben dieser bemerkenswerten Pädagoginnen erinnern und ihr Werk diskutieren. Mit ihrem (pädagogischen) Handeln setzten sie sich auf unterschiedlichen Wegen und in verschiedenen pädagogischen Arbeitsfeldern für die Entfaltung des Menschen als gesellschaftliches und handlungsfähiges Subjekt ein. Die Veranstaltungsreihe geht der Frage nach, aus welchen Motiven, Maßnahmen und Zielen sie sozial- und/oder schulpädagogisch sowie politisch in einer Zeit wirkten, die mit dem Ersten Weltkrieg, der Novemberrevolution und erster deutscher Republik, dem Aufstieg des Faschismus und Ausbruch des Zweiten Weltkriegs sowie der Redemokratisierung nach 1945 von zugespitzter gesellschaftlicher Polarisierung und einem Wandel der Geschlechterverhältnisse geprägt war.

22.01.2020
Gertrud Bäumer als Reformpädagogin in Hamburg 1916-1920
Prof. Dr. Angelika Schaser, (Fakultät für Geisteswissenschaften, Universität Hamburg)

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