Gewalt im öffentlichen Raum – impulsiv, grundlos, gleichgültig?

Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe "Organisation, Dauer und Eigendynamik von Gewalt" an der Universität Bielefeld

Vortragender: Tobias Hauffe, Universität Bayreuth

Kommentiert von: Tobias Werron, Universität Bielefeld

Raum: X-E1-201

Die ‚Grundlosigkeit‘ und ‚Willkürlichkeit‘, im öffentlichen Raum stattfindender, Gewaltakte stellen Beobachter*innen vor analytische Probleme. Wie kann man Gewaltsituationen verstehen, in denen ein Mensch einen anderen Menschen Fußtritte gegen Kopf versetzt, ohne dass der Gewaltsituation eine längere Interaktion vorausgegangen war? Ohne dass Gewaltausübender und Gewaltbetroffener sich kennen? Ohne dass der Gewaltausübende Freude und Lust an der Gewalt zu erkennen gibt? Um mich den Fragen zu nähern, werde ich anhand von Fallbeispielen rekonstruieren, wie diese Form der Gewalt polizeilich bearbeitet wird und fragen, wie diese Gewaltsituationen thematisiert und problematisiert werden. Die soziologisch spannende Frage lautet: Wie bestimmen und verändern (bestimmte) Gewaltsituationen im öffentlichen Raum die gesellschaftliche Wahrnehmung und Vorstellungen sozialer Ordnung.

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