Gibt es einen sozialverträglichen Kapitalismus?

Diskussion zwischen Colin Crouch und Wolfgang Streeck. Moderation: Smail Rapic

Im Westen herrschte Jahrzehnte lang die Überzeugung, dass Demokratie und Marktwirtschaft zusammengehören. Nach dem Ende des "real existierenden Sozialismus" in Osteuropa schien dem westlichen System die Zukunft zu gehören. Die Weltfinanzkrise in 2008 erschütterte jedoch das Vertrauen auf die nachhaltige Prosperität des globalisierten Marktes. Rechtspopulisten in Europa und den USA verdanken ihre Wahlerfolge dem Versprechen, den Leidtragenden der kapitalistischen Globalisierung zu neuem Wohlstand zu verhelfen. Gleichzeitig mehren sich Bestrebungen, wirtschaftspolitische Probleme an Institutionen auszulagern, die gegenüber egalitären Umverteilungsforderungen immun sind. Lässt sich der globalisierte Kapitalismus auf demokratischem Weg zähmen? Hierüber diskutieren zwei international führende Experten, deren Krisendiagnose in vielen Punkten übereinstimmt, die aber unterschiedliche Zukunftsszenarien entwerfen.

Colin Crouch ist Prof. em. für Governance and Public Management an der Universität Warwick. Seine Bücher "Postdemokratie" und "Das befremdliche Überleben des Neoliberalismus" sind Klassiker der Zeitdiagnose.

Wolfgang Streeck ist Prof. em. für Soziologie und war bis 2014 Direktor am Max Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln. Seine Bücher "Gekaufte Zeit" und "How will Capitalism End?" wurden internationale Bestseller.

Smail Rapic ist Professor für Philosophie an der Universität Wuppertal.

Kooperationspartner: Bergische Universität Wuppertal, Buchhandlung Klaus Bittner.

In der Reihe "wissenswert - Gespräche am Puls der Zeit"

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