Global Challenges - Chancen und Formate für interdiziplinäre Lehre

Vortrag mit anschließenden Gesprächsrunden am Schader-Forum in Darmstadt

Globale Herausforderungen wie der Klimawandel oder die Digitalisierung sind gekennzeichnet durch die komplexe Interaktion von ökologischen, gesellschaftspolitischen und technischen Aspekten. Für die Erarbeitung von umfassenden Lösungsansätzen im Kontext einer Nachhaltigen Entwicklung müssen Wissenschaften, auch über die Grenzen von Disziplinen hinaus, zusammenarbeiten. Interdisziplinarität ist daher gerade in Lehre und Forschung zu Fragestellungen der Nachhaltigen Entwicklung unabdingbar.

Die interdisziplinären Studienschwerpunkte (iSP) der Technischen Universität Darmstadt bieten für Studierende und Lehrende eine Plattform zur Auseinandersetzung mit Themenstellungen der Nachhaltigen Entwicklung im Rahmen einer großen Interdisziplinarität und unter Einbeziehung der gesellschaftlichen Verantwortung der Wissenschaft. „Wissenschafts- und Technikforschung: Normen, Ambivalenzen, Gestaltungsoptionen“ (iSP NAG), „Technologie und internationale Entwicklung“ (iSP TuE) sowie „Umweltwissenschaften“ (iSP UWS) bilden die drei unterschiedlichen Bausteine der iSP. Den Studierenden werden Grundkenntnisse der Technikfolgenanalyse, der Umweltwissenschaften — insbesondere mit Blick auf die nachhaltige Entwicklung — sowie der internationalen Entwicklungszusammenarbeit vermittelt und darüber hinaus auch deren normative und sozialpolitische Rahmenbedingungen diskutiert. Dafür haben die iSP eigene Lehrveranstaltungen entwickelt, die eine hohe Praxisrelevanz besitzen. Im vergangenen Herbst wurden die iSP mit ihrer Ringvorlesung Global Challenges von der Carlo und Karin Giersch-Stiftung an der TU Darmstadt mit dem „Athene-Preis für gute Lehre“ ausgezeichnet. Der Preis hebt die Bedeutung der akademischen Lehre hervor und soll Anreize schaffen, sich für die interdisziplinäre Lehre zu engagieren. Dies nehmen die Schader-Stiftung und die iSP als langjährige Kooperationspartnerinnen zum Anlass, den Erfolg zu würdigen und gleichzeitig die diversen Formate und Werkzeuge für interdisziplinäre Lehre, insbesondere in Bezug auf nachhaltige Entwicklung, vorzustellen und gemeinsam über neue Inhalte und künftige Aktivitäten nachzudenken.

In verschiedenen Gesprächsrunden soll ein Austausch mit Studierenden, Lehrenden und anderen Akteuren der Wissenschaft und Praxis erfolgen: Wie kann interdisziplinäre Lehre auch in Zukunft gestaltet werden, um Debatten zur nachhaltigen Entwicklung zielführend zu diskutieren? Auf welche Erfahrungen können die iSP zurückblicken und wo liegen Chancen, aber auch Herausforderungen im Ausbau der interdisziplinären Lehre und Forschung?

In einer Keynote spricht Dr. Jens Soentgen, Leiter des Wissenschaftszentrums Umwelt der Universität Augsburg, frei nach Georg Lichtenberg: „Wer nichts als Chemie versteht, versteht auch die nicht recht“ über die mangelnde Verknüpfung von Fachdisziplinen.

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