Grab`em by the Pussy and Michelle Obamas Arme. Soziologische Überlegungen zur intersektionalen Biopolitik eines neuen Kulturkampfes

50. Innsbrucker Gender Lecture mit Paula-Irene Villa

Zum 50. Jubiläum der "Innsbrucker Gender Lectures" und im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Sexismus, Rassismus, Homophobie" des Vereins Netzwerk Geschlechterforschung hält Paula-Irene Villa einen Vortrag mit dem Titel "Grab`em by the Pussy and Michelle Obamas Arme. Soziologische Überlegungen zur intersektionalen Biopolitik eines neuen Kulturkampfes".

Der Vortrag befasst sich mit dem Zusammenhang zwischen Politik im Allgemeinen und Körperpolitiken im Besonderen. Paula-Irene Villa beleuchtet die biopolitischen Seiten zweier politischer Kulturen, die sich in den USA, aber auch in Europa, in den Obama- und Trump- Regierungen zeigen. Die These ist, dass Michelle Obamas Arme und Donald Trumps Siegerposen durch ihre ästhetischen Stile die unterschiedlichen politischen Programme veranschaulichen. An Michelle Obamas Armen lässt sich der Versuch nachvollziehen, eine eigentlich unmögliche, von Monstrositäten bedrohte intersektionale politische Sichtbarkeit zu navigieren. An Trumps Performance lässt sich wiederum die Aufwertung und Legitimierung einer ‚toxic masculinity‘ diskutieren, deren politische Rhetorik einer Eroberungs- und Siegeslogik folgt. Paula-Irene Villa wendet das analytische Besteck der intersektionalen Gender-Analyse am Material an.

Paula-Irene Villa ist Professorin am Institut für Soziologie, LMU München. Sie ist im Vorstand der Deutschen Gesellschaft f. Soziologie/ DGS und Ko-Sprecherin ForGenderCare sowie im VW-Forschungsverbund "Ernährung, Gesundheit und Soziale Ordnung in der Moderne, USA/D".

Kommentar: LRin Christine Baur, Landesrätin für Frauen und Soziales, Land Tirol
Moderation: Nikita Dhawan, Sprecherin der FP Geschlechterforschung, Universität Innsbruck

Im Anschluss an den Vortrag gibt es ein Konzert der Sängerin Sonja Rosenegg anlässlich der Jubiläumsfeier.

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