Hate Speech in der Data Society

Fachtag an der Universität Paderborn

Aktuell wird in den Medien und der breiten Öffentlichkeit über eine zunehmende „Verrohung“ der Diskussionskultur durch diskriminierende Äußerungen und Botschaften in politischen und
gesellschaftlichen Debatten diskutiert. Gleichzeitig wird eine Zunahme persönlicher Angriffe in Form von Beleidigungen und Bedrohungen von Einzelpersonen ebenso wie von Bevölkerungsgruppen festgestellt, die für die persönlichen und beruflichen Biographien der Betroffenen oftmals gravierende physische und psychische Folgen haben. Zusammengefasst wird diese insbesondere in den digitalen Medien zu beobachtende Entwicklung meist unter dem Begriff „Hate Speech“ (Hassrede).
Diskriminierende und menschenverachtende Einstellungen und Äußerungen gegenüber einzelnen Bevölkerungsgruppen sind historisch keineswegs neu. Sie werden jedoch zunehmend offener artikuliert und haben durch die sozialen Medien eine neue Dimension erreicht, die eine demokratische und offene Diskussionskultur gefährdet. Die Universität Paderborn hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Entwicklung, die auch Diskurse an Hochschulen beeinflusst, aufzugreifen: Am 25.10.2019 findet dort der Fachtag „Hate Speech in der Data Society“ statt, der von einem breiten Bündnis (Präsidium, Zentrum für Geschlechterstudien/Gender Studies, Zentrale Gleichstellungsbeauftragte und AStA) veranstaltet wird. Im Rahmen von zwei Vorträgen mit anschließender Diskussion und drei Workshops soll über Hate Speech in ihren unterschiedlichen Ausprägungen informiert werden. Dabei werden sowohl empirische und theoretische Erkenntnisse zu Ursachen und Ausprägung von Hate Speech diskutiert als auch mögliche Umgangsweisen und Gegenstrategien sowie juristische Optionen innerhalb und außerhalb des digitalen Raumes aufgezeigt.

Die Teilnahme ist kostenlos!

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