Homo Sacer. Die Macht und das nackte Leben

Diskussion im Rahmen der DediKa 2019 und FUNDAMENTE – Studium Generale der UdK Berlin

In seinem viel beachteten und umstrittenen Hauptwerk HOMO SACER analysiert Giorgio Agamben die Gewalt in der Moderne, indem er die Ausgegrenzten ins Zentrum der Aufmerksamkeit rückt. Das Elend der Geflüchteten, der Gefangenen, der Insassen der Konzentrationslager sieht er als Verwirklichung der Vogelfreiheit im antiken römischen Recht: Obwohl das Leben des homo sacer als heilig gilt, darf er straflos getötet werden. Indem Agamben dieses verborgene Fundament der westlichen Kultur zum Vorschein bringt, arbeitet er Kategorien heraus, um die Gesellschaft neu zu denken. Wir nehmen die Neuausgabe des Werks HOMO SACER. EDIZIONE INTEGRALE 1995–2015 (Quodlibet 2018) zum Anlass einer Stellungnahme. In verschiedenen performativen Formaten werden wir die Thesen vorstellen, anschließend mit Giorgio Agamben diskutieren.

Giorgio Agamben im Gespräch. Gesprächsleitung: Stefan KleinMitwirkende: Alexander García Düttmann, Barbara Gronau und Silvia Mazzini

Zum Programm der DediKa 2019 (PDF)