"Ich bin kein Rassist, aber..." - Ideologien und Selbstbild der Neuen Rechten

Vortrag aus der Veranstaltungsreihe "Aktuelle Erscheinungsformen rechter Bewegungen in Deutschland"

"Ich bin kein Rassist, aber..."

Ein Satz, der so beginnt, endet üblicherweise in einem Ressentiment. Dennoch scheint diese opportune Selbstpositionierung seit einiger Zeit zum Motto einer neuen Massenbewegung avanciert zu sein. Die politische Stimmung der letzten Monate in Deutschland war geprägt von sich vielseitig artikulierenden "Sorgen und Ängsten", bisweilen auch Wut. Diese bezogen sich zu großen Teilen auf die Position Deutschlands im Diskurs um Geflüchtete, die in der Bundesrepublik Aufnahme und Schutz suchen.

In diesem Klima affektiver Unzufriedenheit etablierten sich zunehmend rechtspopulistische Bewegungen, Gruppen und Zusammenschlüsse, zu deren populärsten die verschiedenen "Gidas" (Pegida, Bärgida, Pogida...) zählen. Mit dem selbsterteilten Auftrag, die "Islamisierung des Abendlandes" zu verhindern, formieren sich in den rechtspopulistischen Bewegungen Menschen unterschiedlichster Couleur. Dennoch besteht ein Großteil der Anhänger_innen dieser Bewegungen darauf, nicht rassistisch zu sein und grenzt sich bewusst von Nationalsozialisten und Neonazis ab.

Auf welche Denkrichtungen stützen die diversen Strömungen, Gruppen und Bewegungen, die unter dem Begriff "Neue Rechte" zusammengefasst werden, ihre politische Agenda? Welche Widersprüche und Gemeinsamkeiten treten darin zutage? In welchem Verhältnis stehen dabei Selbstbild und Außenwirkung?

Veranstalter: Humboldt-Universität zu Berlin, Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus, Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung

Referenten: Micha Brumlik, Wolfgang Kaschuba, Julia Schramm, Sabine Kunst, Lala Süsskind

Unterstützt von: Bundeszentrale für Politische Bildung, Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen des Landes Berlin

Ort: Unter den Linden 6., Universitäts-Hauptgebäude, Raum: Senatssaal, 1. OG

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