Kommunikative Wissenskulturen: Gestern – Heute – Morgen

Gemeinsame Tagung der DGS-Sektion Wissenssoziologie, des Arbeitskreises Wissenskulturen der DGS-Sektion Wissenssoziologie und des Instituts für Soziologie der Universität Wien

Das Konzept der „Wissenskulturen“ hat sich als ein produktiver Zugang zu den Kontexten, den Arten und Weisen der Herstellung wissenschaftlichen Wissens etabliert, mit dem sich stets auch ein Interesse an den Gemeinsamkeiten und Unterschieden wissenschaftlicher Kollektive verbindet. Maßgeblich in der Wissenssoziologie ist in den letzten Jahren eine Perspektivenerweiterung vorangetrieben worden, bei der zunehmend – in Abweichung von der ursprünglichen Dominanz naturwissenschaftlicher Zusammenhänge – auch sozial- und geisteswissenschaftliche Felder in den Blick geraten sind. Die Tagung setzt an dieser Perspektiverweiterung an und richtet den Fokus auf Kommunikative Wissenskulturen, womit eine Betonung der kommunikativen Gepflogenheiten des Austauschs als Ermöglichungsmomente der Genese von Wissen in theoretischer und empirischer Hinsicht verbunden ist. Fragen nach den medialen Modalitäten (Mediatisierung) des Austauschs, nach alternativen Wissensfeldern und -formen (jenseits der im engeren Sinne kanonischen Wissenschaften und dominierenden Verfahrensweisen) und nach wissenskulturellen Kontroversen stellen dabei Schwerpunkte dar, die in Wien mit zeitübergreifendem Interesse diskutiert werden sollen. Die Stadt Wien ist ein regelrechtes Epizentrum kommunikativer Wissenskulturen: Schon die Geschichte der Stadt verweist auf eine Vielzahl miteinander verwobener, sich wechselseitig durchdringender Kreise in Kunst und Wissenschaft.

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