Macht mit! Mit Macht? Museale Partizipation in der Migrationsgesellschaft

Symposium am Deutschen Hygiene-Museum Dresden. Anmeldefrist: 6. April 2020

Partizipation entwickelte sich in den letzten Jahren zu einem zentralen Schlagwort der Museumsarbeit. Hinter partizipativen Formaten steht häufig die Überzeugung, dass eine aktive Besucherbeteiligung die Hemmschwelle vieler Menschen gegenüber der Institution Museum senken oder sogar abbauen kann. Dadurch soll mehr Diversität und interkulturelle Öffnung in Museen gefördert werden. Unter welchen Bedingungen gelingt dies? Wie kann Partizipation nachhaltig in die museale Praxis eingeführt werden? Inwieweit sind kooperativ angelegte Formate mit traditionellen Konzepten vereinbar? Anhand einer theoretischen Auseinandersetzung mit dem Thema und einer Evaluierung von Praxisbeispielen nimmt das Symposium die Aktualität dieser Debatte in den Blick.

PROGRAMM  
 
9:00    Registrierung   

10:00  Grußworte und Einführung

10:30  PANEL 1: PARTIZIPATION IN DER MIGRATIONSGESELLSCHAFT:
           EIN WEG ZUR DIVERSITÄTSÖFFNUNG DES MUSEUMS?

Museen verändern durch Teilhabe neuer und anderer Besucher*innen? Ziele, Voraussetzungen und Wirkungen diversitätsorientierter Museumsarbeit
Prof. Dr. Birgit Mandel, Direktorin Institut für Kulturpolitik der Universität Hildesheim

Museum zwischen Dialogplattform und Erkenntnisort: zwei unvergleichbare Größen?
Léontine Meijer-van Mensch, Direktorin Staatliche Ethnographischen Sammlungen Sachsen

12:00  Mittagspause und Möglichkeit zur Führung durch die Ausstellung "Future Food. Essen für die Welt von morgen" mit Kuratorin Viktoria Krason

13:30  PANEL 2: PARTIZIPATION EVALUIEREN: QUALITÄT DURCH ERGEBNISSE ODER PROZESSE?

YES, WE‘RE OPEN! Das offene (Kunst-)Museum in der Praxis
Jochen Meister, Leiter Kunstvermittlung Pinakothek der Moderne 

Wer definiert Qualität? Erkenntnisse und Fragen aus zwei partizipativen Projekten der Hamburger Kunsthalle 
Marion Koch, freiberufliche Kunstvermittlerin und Kuratorin

14:30   Kaffeepause

15:00   PANEL 3: DIE NACHHALTIGKEIT DER PARTIZIPATION:
            VON BEFRISTETEN PROJEKTEN ZU NACHHALTIGEN STRUKTUREN?

Partizipation als Intervention: Was kommt nach der 'Museumsbesetzung auf Zeit'?
Dr. Caroline Gritschke, Leiterin Bildung und Vermittlung Haus der Geschichte Baden-Württemberg  

[Probe]Räume und Junior-Kuratoren - Gemeinsam ausstellen, vermitteln, partizipieren  
Constanze Schröder, Leiterin Outreach und Vermittlung Stadtmuseum Berlin

16:00  Podiumsdiskussion: Partizipation ja, aber inwieweit?
mit den Referent*innen aus dem 2. und 3. Panel
Moderation: Dietmar Osses, Sprecher Arbeitskreis Migration des Deutschen Museumsbunds / Leiter LWL_Industriemuseum Zeche Hannover

17:30  Ende

Anmeldung bis 6. April an: partizipation-symposium(at)web(dot)de (Teilnahme kostenlos).

Die Veranstaltung findet statt im Rahmen des Museums-Stipendiums "Kulturelle Vielfalt und Migration" der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung und wird konzipiert und organisiert von: Meltem Kücükyilmaz M.A. und Alice Mazzara M.A.

Zur Veranstaltung (Link)