Macht und Herrschaft – Vormoderne Konfigurationen in transkultureller Perspektive

Tagung des SFB 1167 "Geschlecht macht Herrschaft" an der Universität Bonn vom 30. September bis 2. Oktober 2019

Das Verständnis des Zusammenspiels zwischen männlicher und weiblicher Herrschaft ist für die Erforschung von Macht in ihren modernen sowie vormodernen Ausprägung-en notwendig. Die Verwendung des gender als Analyse-kategorie bei der Erforschung von Macht und Herrschaft eröffnet eine Vielzahl von möglichen Fragestellungen. Wie relevant ist die Geschlechtsidentität und wie kann sie sich auf Legitimität und Herrschaftsausübung auswirken? Wie interagieren Geschlechtsidentitäten innerhalb einer königlichen Familie? Gibt es bestimmte Charakteristika, die speziell von männlichen respektive weiblichen HerrscherInnen erwartet werden und, falls dies der Fall ist, wie geschlechtertypisch sind diese? Welche Konflikte können entstehen, wenn diese Erwartungen nicht erfüllt wer-den, z. B. im Falle kinderloser HerrscherInnen? Inwiefern geben Bewertungen von Physis und Sexualität mächtiger Individuen politische oder soziale Ordnungsvorstellungen wieder? Das Ziel dieser internationalen Tagung ist es, diesen Fragen aus einer interdisziplinären und transkulturellen Perspektive mit Blick auf vormoderne Gesellschaften aus Asien, Europa und Nordafrika nachzugehen.

Organisation

Andrea Stieldorf, Irina Dumitrescu, Ludwig Morenz, Linda Dohmen

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