Mehr als nur eine Technologie. Wie die Digitalisierung das Individuum und den Kapitalismus herausfordert

12. Institutstag des Max-Planck-Instituts für Gesellschaftsforschung in Köln

Gesundheitsvorsorge, Partnerwahl, Verbrechensbekämpfung, der Wandel der Medien oder die Gestaltung der Arbeitswelt – es gibt kaum einen Lebensbereich, der von der Digitalisierung unberührt bleibt. Getrieben von neuen technologischen Möglichkeiten und einem neuen Geist des Kapitalismus hat die umfassende Transformation der Gesellschaft längst begonnen. Inwiefern lässt sich Digitalisierung als sozialer Prozess verstehen? Wie verschieben sich Machtverhältnisse zwischen Marktakteuren, Staat und dem einzelnen Menschen? Wie verändern sich unser Alltagsleben und soziale Bindungen? Wie müssen wir unsere eigene Intelligenz kritisch nutzen, um Künstliche Intelligenz zu beherrschen? Und braucht das digitale Zeitalter eine neue Ethik? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des diesjährigen 12. Institutstags des MPIfG.

Dass kritisches Denken im digitalen Zeitalter keineswegs obsolet werden darf, mahnt Gerd Gigerenzer im Eröffnungsvortrag an: Um Künstliche Intelligenz angemessen zu nutzen und zu kontrollieren, müssen wir unsere eigene Intelligenz umsichtig einsetzen. In weiteren Beiträgen und Diskussionsrunden beleuchten Melanie Arntz, Dominik Gerstner, Stefan Kirchner, Oliver Nachtwey, Ulrich Samm, Maria Sapignoli und Tanja Smolenski (IG Metall) sowie der MPIfG-Wissenschaftler Kostas Gemenis und der Leiter einer Max-Planck-Partnergruppe Marcin Serafin nicht nur die transformative Wirkung des technologischen Wandels, sondern werfen auch einen kritischen Blick auf die vielfältigen Möglichkeitsräume der datenbasierten Gesellschaft.

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