Neoliberalismus zwischen globalem Heilsversprechen und Krisenphänomen

Podiumsdiskussion mit Karen Horn und Thomas Biebricher

In den letzten Augusttagen des Jahres 1938 traf sich eine Gruppe führender liberaler Intellektueller in Paris zum sogenannten Walter-Lippmann-Kolloquium. Am Ende des Kolloquiums stand als Konsens der Begriff des Neoliberalismus – der auf das komplizierte Gleichgewicht zwischen Markt und Demokratie sowie politischem und wirtschaftlichem Liberalismus fokussierte.

Über 80 Jahre nach dem Kolloquium scheint wiederum der Begriff des Neoliberalismus in der Krise. Für die einen Heilsversprechen auf dem Weg zu globalem Wohlstand, für die anderen Synonym für
Marktfundamentalismus und Klimakrise. Umso wichtiger also, die Begriffsgenese des „Neoliberalismus“ dezidiert in den Blick zu nehmen und die Bedeutung des Lippmann-Kolloquiums retrospektiv zu beurteilen. Welche – theoretischen wie praktischen – Grundsteine für unsere heutige Gesellschaftsordnung wurden während des Kolloquiums gelegt? Wie ist der Begriffsursprung aus heutiger Perspektive zu interpretieren? Und wo sind sich kritische und ordoliberale Theorie womöglich einiger, als man zunächst vermuten mag?

Unter anderem diesen Fragen widmen sich die Ökonomin und Publizistin Karen Horn und der Politikwissenschaftler Thomas Biebricher (Goethe-Universität Frankfurt, Autor „The Political Theory of Neoliberalism.“).

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