New Narratives: Ökonomien anders denken

Ein "Gipfeltreffen" zwischen Kunst, Theorie, Politik und Zivilgesellschaft

Auf der Basis eines breiten Netzwerks aus lokalen Kulturinstitutionen ist in Stuttgart die Etablierung eines neuen, jährlich stattfindenden «Gipfeltreffens» geplant, das sich mit zentralen gesellschaftspolitischen Konfliktlinien auseinandersetzt und diese zwischen bildenden und darstellenden Künsten, Theorie und Aktivismus verhandelt.
In Anbetracht des Klimawandels, der neofeudalen Auswüchse des Finanzkapitalismus, eines (wieder)erstarkenden Nationalismus und Rassismus sowie eines Populismus, der sich gezielt der Desinformation bedient, ist es uns ein Anliegen, nachhaltig über politische wie ästhetische Gegenentwürfe zu den bestehenden Verhältnissen nachzudenken.

Das erste Gipfeltreffen beschäftigt sich vom 30. März bis 2. April 2017 (Kernphase) unter dem Titel "Ökonomien anders denken" mit alternativen Ansätzen zum neoliberalen, auf Algorithmen, Schulden und dem Mythos eines unerschöpflichen Wachstums basierenden Finanzkapitalismus. Wie lassen sich dessen abstrakte Strukturen lesen und uminterpretieren? Welcher kollektiven und individuellen Widerstandsformen bedarf es, um den bestehenden Ungerechtigkeiten, Ausbeutungs- und Zerstörungsmechanismen etwas – jenseits populistischer Verzerrungen – entgegenzusetzen? Welche besonderen Potenziale bergen Poesie, Imagination und Fiktion für die Modelle einer anderen Ökonomie?

Dabei geht es nicht nur um einen Kampf gegen neoliberale, sondern auch gegen antidemokratische und neofaschistische Zustände – und es scheint, dass es für diesen Kampf vor allem neuer Sprachen, Imaginationen und neuer kollektiver Handlungsformen bedarf.

Programm / Zeiten
Donnerstag, 30. März 2017, 18–22 Uhr
Freitag, 31. März 2017, 10 – 20:30 Uhr
Samstag, 1. April 2017, 10 – 20:30 Uhr
Sonntag, 2. April 2017, 11 – 16 Uhr

Ein Projekt von

Akademie Schloss Solitude, Institut für Auslandsbeziehungen, Schauspiel Stuttgart, Staatliche Akademie der Bildenden Künste, Theater Rampe, Württembergischer Kunstverein Stuttgart

Idee und Konzept

Christine Peters, Iris Dressler

Gefördert von
Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg
Institut für Auslandsbeziehungen

In Kooperation mit
Fritz-Erler-Forum Baden-Württemberg
Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg
Rosa-Luxemburg-Stiftung Baden-Württemberg

Sprache
Deutsch, Englisch (Simultanübersetzung)

Eintritt frei

Zum Programmflyer (PDF)