Ostdeutsche Transformationen. Eine ungleichheitssoziologische Perspektive

Online-Vorlesung von Steffen Mau

Ostdeutschland ist wieder in die Diskussion gekommen. Demokratieskepsis, politische Unzufriedenheit und der Zuspruch für rechtspopulistische Parteien sind hier stärker verbreitet als in Westdeutschland. Der Vortrag nimmt vor diesem Hintergrund die sozialen Wandlungsprozesse in Ostdeutschland seit den 1970er Jahren in den Blick, wobei das Hauptaugenmerk auf dem Zusammenspiel von Sozialstruktur und Mentalitäten liegt. Zentrale These ist, dass Ostdeutschland von sozialen Frakturen geprägt ist, die sowohl aus der DDR-Gesellschaft wie auch dem Transformationsprozess im Zuge der Wiedervereinigung herrühren.

Die Veranstaltung ist Teil der Vorlesungsreihe Landscapes of Equality. Gleichheit ist ein sowohl normativ wie auch empirisch anspruchsvolles Konzept. Wer Gleichheit erforschen will, muss sich mit den vielfältigen Formen von Ungleichheit, Benachteiligung und Diskriminierung auseinandersetzen. Die interdisziplinäre Vorlesungsreihe präsentiert Verständnisse und Ansätze der Un-/Gleichheitsforschung im und über das Recht hinaus und zeigt, welche Konflikte dabei im Zentrum stehen.

Die Veranstaltung findet online statt, Anmeldung via lsi(at)rewi.hu-berlin.de.

Steffen Mau ist Professor für Makrosoziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. 2019 erschien Lütten Klein. Leben in der ostdeutschen Transformationsgesellschaft bei Suhrkamp.

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