Politik, Recht und Religion

7. Tagung der DVPW-Themengruppe „Politik und Recht“

Religiös konnotierte Konflikte schlagen in der politischen Debatte seit einigen Jahren hohe Wellen: Ob Kopftuch, Beschneidung, Schächten oder Minarette – all diese Konflikte polarisieren die öffentliche Meinung und fordern politische Antworten heraus. Wie immer diese Antworten ausfallen, sie werden in der Sprache des Rechts gegeben. Denn im parlamentarischen Verfassungsstaat ist die Beziehung zwischen Politik und Religion in vielfacher Hinsicht rechtlich geprägt. So wie das Religionsverfassungsrecht das Verhältnis dieser beiden Bereiche regelt, werden religionspolitische Entscheidungen in Form von Gesetzen realisiert, werden religionspolitische Konflikte im Gerichtssaal auf rechtlichem Weg entschieden. Das Verhältnis von Politik und Religion ist im Verfassungsstaat also wesentlich durch das Recht kodiert. In den letzten Jahren ist das Interesse an der Bedeutung religiöser Fragen im säkularen Staat stark gestiegen. Die Tagung will die Beziehung von Politik, Recht und Religion in den Blick nehmen und auf ihre inhärenten Symmetrien, Abhängigkeiten und Spannungen hin diskutieren. 

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