Protest und Partizipation

Tagung der DVPW-Sektion "Politische Wissenschaft und Politische Bildung" in Kooperation mit der Themengruppe "Hochschullehre"

Die aktuellen Entwicklungen in den westlichen Demokratien zeugen von einer Krise der politischen Repräsentation. Eine zunehmende Entfremdung zwischen Bürger*innen und politischen Vertreter*innen mündet zum einen in die Forderung nach neuen Formen politischer Partizipation, zum anderen in eine protesthaltige Abkehr von etablierten Parteien und Politik insgesamt. Dabei spielen derzeit vor allem solche Protestmuster eine besondere Rolle, die plebiszitäre Formen der politischen Artikulation und Partizipation im Sinne einer ressentimentgesteuerten und insbesondere digital vermittelten Antipolitik realisieren. Diese zum Teil krisenhaften Entwicklungen stellen nicht nur die Forschung zur Politischen Bildung, sondern auch die politikwissenschaftliche Forschung insgesamt vor neue Herausforderungen. Weder sind bislang Ursachen und Strukturen dieser Entwicklungen hinreichend systematisch mit Blick auf Prozesse der Politischen Bildung erforscht, noch liegen Ansätze der Politischen Bildung vor, ob und wie mit diesen neuen Herausforderungen umzugehen ist. Die geplante Tagung der Sektion Politische Wissenschaft und Politische Bildung in Kooperation mit der Themengruppe Hochschullehre gibt den Teilnehmer*innen die Möglichkeit, hierzu in eine produktive Auseinandersetzung der politikwissenschaftlichen Teildisziplinen mit Fragen der Politischen Bildung einzutreten. Ziele der Tagung sind die Bestandsaufnahme und die Entwicklung möglicher gemeinsamer Fragestellungen für die Forschungen zur Zukunft von Politischer Bildung und Partizipation in Demokratien „unter Stress“.

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