Quo vadis Arbeit, Organisation und Geschlecht?

Workshop der DGS Sektion Frauen- und Geschlechterforschung in Kooperation mit der Sozialforschungsstelle Dortmund

Die Arbeitsgruppe „Arbeit, Organisation und Geschlecht“ der Sektion Frauen- und Geschlechterforschung in der Deutschen Gesellschaft Soziologie (DGS) wurde im September 2016 auf dem 38. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Bamberg gegründet. Ausschlaggebend für die Gründung der Arbeitsgruppe ist die Beobachtung, dass es in der feministischen Forschung zwar einen übergreifenden Konsens gibt, was die Relevanz des Themas angeht, die einschlägige feministische Forschung in Deutsch-land zugleich aber wenig vernetzt und zudem in der Arbeits-, Industrie-, Wirtschafts- und Organisations-forschung eher randständig ist.

Ziel des Workshops ist es, eine inhaltlich vertiefte Diskussion darüber anzustoßen, wie die Geschlechterforschung in der Arbeits- und Organisationssoziologie verortet ist und wie diese wiederum innerhalb der Geschlechterforschung positioniert ist. Diskutiert werden soll, welche Themen im benannten Forschungsfeld aktuell von Relevanz sind und was getan werden müsste, um ihre Sichtbarkeit zu erhöhen. Dazu soll auch über Strategien und Möglichkeiten diskutiert werden, wie eine intersektionale und geschlechtertheoretisch fundierte Arbeits- und Organisationsforschung weiter gefördert werden kann.

Im Programm des Workshops sind drei Input-Vorträge vorgesehen, die vergangene Entwicklungen des Forschungsfeldes, aktuelle gesellschaftliche Veränderungen im Bereich der Arbeit, in Organisationen und an den Geschlechterverhältnissen sowie relevante Zukunftsthemen im Forschungsfeld Arbeit, Organisation und Geschlecht zur Diskussion stellen.

Ziel ist es, Forschungsdesiderate und Themen zu identifizieren, die zukünftig von gesellschaftspolitischer und wissenschaftlicher Relevanz sind. Zu diskutieren sind dabei keine geringeren Fragen als: „Wo stehen wir?“ „Wohin wollen wir?“ „Was möchten wir konkret tun?“ „Wie kann das gelingen?“

Die Veranstaltung ist öffentlich und richtet sich an das wissenschaftliche Fachpublikum. Ein besonderes Anliegen des Workshops ist es, die Perspektiven von Nachwuchswissenschaftler*innen aufzunehmen und den Austausch mit den unterschiedlich situierten Fachwissenschaftler*innen anzustoßen.

Veranstaltungsort:

Technische Universität Dortmund, ZWE Sozialforschungsstelle
Evinger Platz 17, 44339 Dortmund
Homepage: www.sfs.tu-dortmund.de
Anfahrt: www.sfs.tu-dortmund.de/cms/de/DieSFS/Kontakt_Anfahrt/anfahrtsskizze_sfs.pdf

Anmeldungen für den Workshop bitte bis zum 15.12.2017 an:
Dr. Edelgard Kutzner (Sozialforschungsstelle Dortmund): kutzner(at)sfs-dortmund(dot)de

 

Programm des Workshops „Quo vadis Arbeit, Organisation und Geschlecht?“

Freitag, 26.01.2018, 11-17 Uhr

11.00 Uhr
Julia Gruhlich, Ellen Hilf, Edelgard Kutzner: Begrüßung und Einführung

11.20 Uhr
Maria Funder: Arbeit, Organisation, Geschlecht – Reflexionen zu disziplinären Grenzziehungen und ihrer Überwindung (30 Min + 20 Min. Diskussion)

12.10 Uhr
Alexandra Scheele: Dekonstruktion und Revision von Arbeit als Aufgabe feministischer Arbeitsforschung (30 Min + 20 Min. Diskussion)

13.00 Uhr
Mittagsimbiss

13.45 Uhr
Fabienne Decieux, Kristina Binner und Karina Becker: Gespannte Arbeits- und Geschlechterverhältnisse im Marktkapitalismus: zwischen Emanzipation und Ausbeutung (30 Min + 20 Min. Diskussion)

14.35 Uhr
Kaffeepause

15.00 Uhr
Diskussion weiterer Aufgaben, Ziele und Entwicklung eines Arbeitsprogramms der AG

16.45 Uhr
Zusammenfassung der Ergebnisse

17.00 Uhr
Ende der Veranstaltung