(Re-)Präsentationen, Positionen und Perspektiven der Geschlechterforschung

Konferenz des Promotionskollegs Gender Studies der Universität Vechta

Bereits seit Jahren findet an der Universität Vechta eine intensive Auseinandersetzung mit dem Querschnittsthema Geschlecht statt, das in Forschung, Lehre sowie in der Qualifikation des wissenschaftlichen Nachwuchses in theoretischen wie anwendungsorientierten Fragestellungen diskutiert wird. Diese Tradition fortsetzend, möchte das Promotionskolleg Gender Studies der Universität Vechta, das seit 2017 besteht, im Rahmen der Konferenz „(Re-)Präsentationen, Positionen und Perspektiven der Geschlechterforschung“ Nachwuchswissenschaftler*innen sowie etablierte Wissenschaftler*innen einladen, sich mit einem originalen Beitrag oder einem Poster zu beteiligen und gemeinsam zu debattieren.

Geschlecht wird in der Zielsetzung und den Schwerpunkten dieser Konferenz als zentrale Kategorie für gegenwärtige gesellschaftliche Entwicklungen und deren Widersprüche in unterschiedlichen Kontexten verstanden: Welche Fragestellungen sind in der aktuellen Geschlechterforschung präsent? Welche Themen werden in heutigen Diskursen (re)präsentiert? Welche geschlechtsbezogenen Perspektiven existieren in und auf Wissenschaft in einer modernen Gesellschaft? Wie positionieren sich Wissenschaftler*innen innerhalb dieser Debatten und wie kann sich dadurch die Ausrichtung der Geschlechterforschung verändern?

Der geplante Austausch umfasst sowohl theoretische Fragestellungen, methodische Zugänge als auch Reflexionen aus der Praxis. Mögliche Themensetzungen können sein:

  • Normative Setzungen und Vervielfältigungen von Männlichkeit/en und Weiblichkeit/en
  • Geschlechtsspezifische Überzeugungen und Stereotype in pädagogischen Kontexten
  • Einfluss von (digitalen) Medien auf die (Re-)Produktion eines binären Geschlechtersystems sowie auf geschlechtlich bedingte Stereotype und Vorurteile
  • Ungleiche Anerkennung und Sichtbarkeit von (Erwerbs-)Arbeit
  • Geschlechtliche Segregation in (Social) Entrepreneurship
  • Perspektiven auf Gleichberechtigung und Gleichstellungspolitik
  • Geschlechtergerechtigkeit im neoliberalen Kapitalismus
  • Geschlechterungleichheiten in Migrations-und Integrationsregimen
  • Intersektionalität als theoretische und politische Herausforderung

Geplant sind Vorträge von ca. 30 Minuten mit anschließender Diskussion sowie eine Poster-Session.

Die Konferenzsprache ist deutsch.

Wir freuen uns über Beiträge und Rückfragen an proko2020(at)uni-vechta(dot)de.

Das Promotionskolleg Gender Studies der Universität Vechta:

Julius Busch, Jenny Ebert, Claudia Froböse, Miriam Gerlach, Ann-Christin Kleinert, Amanda Louise Palenberg, Henriette Ullmann, Jaqueline Veenker

https://www.uni-vechta.de/forschung/forschungsschwerpunkte/gender-studies/nachwuchsgruppe-gender-studies

Zum Call for Papers (PDF)