Sociological Perspectives on Emotional Reflexivity

Nicht öffentliche Tagung im Hamburger Institut für Sozialforschung

Scham lässt uns erröten, und wir erröten darüber, dass wir erröten. Wir schämen uns, und wir schämen uns dafür, dass wir uns schämen. Die Einsicht, dass Reflexivität nicht kognitiven Prozessen vorbehalten ist, stößt inzwischen auf breite Zustimmung. "Dennoch ist die Frage, wie Gefühle reflexiv werden, nicht nur in der Soziologie eher folgenlos geblieben", sagt Prof. Dr. Jörg Potthast, der wissenschaftliche Organisator der Tagung "Affektive Reflexivität aus soziologischen Perspektiven", die Ende September im Hamburger Institut für Sozialforschung stattfindet.

Der Soziologe möchte mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus dem In- und Ausland über die bisherige disziplinäre Arbeitsteilung diskutieren, die das Reflexivwerden von Gefühlen eher ausspart: "Als gehörten Primärgefühle zur unverfügbaren Natur des Menschen, während sich sekundär darauf bezogene Feeling rules auf ihre soziale Regelhaftigkeit hin untersuchen lassen", moniert der Soziologe. "Dabei", so Potthast, "stellt sich Frage nach den Alternativen in ganz unterschiedlichen soziologischen Forschungsfeldern (Protest, Ungleichheit, professionelle Praxis, Methoden) und trifft deshalb voll den Nerv." Der Soziologe Prof. Dr. Wolfgang Knöbl, Direktor des HIS, wird die Tagung mit einem Grußwort eröffnen.

Jörg Potthast ist Professor für Soziologie. Seit dem SoSe 2015 lehrt er am Seminar für Sozialwissenschaften an der Philosophischen Fakultät der Universität Siegen. Von September 2014 bis März 2015 war er Gastwissenschaftler im Hamburger Institut für Sozialforschung.

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