Sorgenvolle Solidarität. Die jüdischen Gemeinden und die Flüchtlinge

Das Zentrum für Antisemitismusforschung im Dialog

Der Zuzug von Flüchtlingen aus Ländern des Nahen und Mittleren Ostens hat in den jüdischen Gemeinden und darüber hinaus Sorge über einen >importierten Antisemitismus< ausgelöst. Gleichzeitig gibt es europaweit auch von jüdischer Seite vielfältige Solidaritätsbekundungen und -aktionen, die sich bewusst auf die eigene Erfahrung berufen; in Deutschland besonders auf die Aufnahme der jüdischen Familien aus der Sowjetunion bzw. den GUS-Staaten zu Beginn der 1990er-Jahre. Kurzum, die Gefühle und Einschätzungen in Bezug auf den Flüchtlingszuzug sind so ambivalent wie in der Gesellschaft insgesamt und doch auch besondere. Genau darüber, über Ähnlichkeiten und Unterschiede möchten wir sprechen — und: Was bleibt abzuwarten? Was ist zumutbar? Was muss, was kann jetzt schon getan werden?

Mit Stefanie Schüler-Springorum, Leiterin des Zentrums für Antisemitismusforschung (ZfA), diskutieren:
Stephan J. Kramer, Generalsekretär des Zentralrats der Juden a.D.
Alan Posener, Journalist, Die Welt
Alina Gromova, Ethnologin

Veranstaltungsort: orangelab, Ernst-Reuter-Platz 2, 10587 Berlin