Soziologische Normativität: Soziologische Theorien der Normativität und deren normative Implikationen

Erster Workshop des Arbeitskreises "Normen und Normativität" der DGS-Sektion Soziologische Theorie

Die Soziologie hat einen nicht unerheblichen Anteil daran, die Kontingenz normativer Vorstellungen aufzudecken. Die historische und soziokulturelle Variabilität normativer Ordnungen lässt Versuche aussichtslos erscheinen, spezifische Normen als anthropologisch ‚notwendig‘ oder ‚vernünftig‘ im Hinblick auf ideale gesellschaftliche Zustände auszuzeichnen und sie so dem gesellschaftlichen Veränderungsdruck zu entziehen. Die Soziologie hat aber zugleich die universelle Existenz von Normen und die Universalität von Normativität herausgearbeitet. Dieser Doppelbefund einer Kontingenz von normativen Inhalten bei gleichzeitiger Universalität von Normativität als soziales Phänomen bildet eine zentrale Herausforderung für die soziologische Theorie, die wir auf dem Workshop diskutieren wollen.

Die vier thematischen Schwerpunkte beziehen sich auf:

  1. Soziologische Verständnisse des Normativen
  2. Normen und Handlungspraxis
  3. Normen und multiple Differenzierung
  4. Soziologische Normativität und Reflexionstheorien

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