Sport, Prestige, Profit

Konferenz

Seit Jahrtausenden steht der Sport als Phänomen für sich, ist aber gleichzeitig auf vielen Ebenen mit anderen Bereichen der Gesellschaft aufs engste verbunden: auf sozialer, kultureller, politischer ebenso wie auf ökonomischer. Der Umstand, dass wirtschaftliche Überlegungen und das Streben nach Profit stets eine bedeutsame Rolle spielen, lässt sich etwa an der Geschichte der modernen Olympischen Spiele und anderer Sport-Großveranstaltungen zeigen; er manifestiert sich aber auch in der überragenden gesellschaftlichen Stellung von einzelnen (Ausnahme-)Athleten oder in technischen Entwicklungen und dem Bedeutungsgewinn der Sportartikelindustrie. Nicht immer ist das Profitstreben dabei ausschließlich im materiellen Denken fundiert; es beinhaltet ebenso die Sehnsucht, sich Ruhm, Ehre und Prestige zu verdienen. Man denke hier an die Bedeutung von Vereinen/Sportlern/Sportmarken als „Aushängeschilder“ einer ganzen Region/Nation – oder an jene historischen Beispiele, in denen (autoritäre, totalitäre wie auch demokratische) Regime Sport-Großveranstaltungen für eigene Zwecke (zur Imagepflege) instrumentalisieren.

Ziel der Konferenz ist die Herausarbeitung der vielschichtigen Erscheinungsformen des Strebens nach Prestige und Profit im Kontext der Sportgeschichte.

Kontakt

Doz. Dr. Walter M. Iber
Institut für Wirtschafts-, Sozial- und Unternehmensgeschichte
Universitätsstraße 15/F2
8010 Graz
walter.iber(at)uni-graz(dot)at