Symbiotische Kollektive. Symbiose als soziologisches Konzept

Workshop

Die Soziologie hat sich traditionell in Abgrenzung vom Bereich des Lebens konstituiert. Dennoch gingen von biologischen Konzepten immer wieder wesentliche Anstöße aus. Seit rund einer Dekade wird an den Rändern soziologischer Theoriebildung verstärkt auf das Konzept der Symbiose Bezug genommen, um das Verhältnis zwischen Natur und Kultur neu zu denken. Dieses Momentum möchte der Workshop aufnehmen: Die Kategorie der Symbiose soll der Bestimmung biosozialer Verbundenheit dienen und damit jüngere, bereits eingespielte Diagnosen wie etwa jene der „Hybridisierung“ präzisieren. Es geht um die Frage, wie sich symbiotische Denkformen für die Soziologie mobilisieren lassen, um zeitgenössische symbiotische Kollektive zu analysieren.

Programm

25.10.2019
13.00 | Einleitung: Fünf Thesen zur Begriffspragmatik der Symbiose
13.30-14.30 | Gerhard Wagner: Metaphern, was sonst?
14.30-15.30 | Julian Müller: Symbiosis, symbiotic groups und symbiotische Mechanismen – Das Konzept der Symbiose in der soziologischen Theorie

15.30-16.00 | Kaffeepause

16.00-17.00 | Tanja Bogusz: Natur und Gesellschaft erfahren. Feldwissenschaften als Reflexionsort symbiotischer Kolaborationen
17.00-18.00 | Frank Adloff: Konvivialität oder: Gibt es Gaben der Natur?

19.00 | Abendessen

26.10.2019
09.00-10.00 | Andreas Folkers, Sven Opitz: Reciprocal Capture. Die Sozialisation des Symbiotischen und die Symbiotisierung des Sozialen

10.00-10.15 | Pause

10.15-11.15 | Florian Sprenger: Environments der Symbiose
11.15-12.15 | Ute Tellmann: Räume der Symbiose

12.15-13.15 | Mittagessen

13.15-14.15 | Heike Delitz: „Symbiose“ bei Gilbert Simondon: Biologische, soziale und technische Individuationen
14.15-15.15 | Katharina Hoppe: „You literally can’t sterilize“: Soziologische Implikationen einer Symbiopolitik als affirmativer Ökopolitik

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