Syrien – was nun?

Vortrag und Diskussion mit Bente Scheller

Seit 6 Jahren entfacht der Krieg in Syrien ständig neues Grauen. Das Land ist gespalten – geografisch wie politisch. Bis heute forderte er eine halbe Million Tote und machte die Hälfte der Bevölkerung zu Flüchtlingen. Das Assad-Regime hält sich mit allen Mitteln und finanzieller und militärischer Unterstützung aus Russland und dem Irak an der Macht. Islamisten gewinnen an Boden. Diplomatie versagt. Was ist die Rolle der EU? Gibt es diplomatische, gibt es militärische Optionen? Führt Kriegsmüdigkeit den Krieg zu einem Ende? Warum ist Aufgeben für viele keine Option?

Bente Scheller lebt und arbeitet seit Jahren in der Region. Sie analysiert die politischen und militärischen Konflikte und geht auf die Rolle und Positionen von Frauen in den Konfliktherden ein: Gibt es Vernetzung? Wie können sie agieren in Syrien und im Irak, konfrontiert mit islamistischen Herrschaftsstrukturen? Wie nutzen Frauen verbliebene Spielräume? Wo werden Frauen instrumentalisiert, und wie trifft sich das mit westlichen Klischees über die Region?

Dr. Bente Scheller übernahm 2012 das Büro der Heinrich-Böll-Stiftung in Beirut. Zuvor leitete sie das Büro in Afghanistan. Ihr Buch "The Wisdom of Syria's Waiting Game: Foreign Policy Under the Assads" ist Referenz.

Organisiert von der wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Fakultät, in Kooperation mit dem Institut für Politikwissenschaft, Uni Tübingen.

Moderation: Prof. Dr. Oliver Schlumberger, Institut für Politikwissenschaft, Uni Tübingen

Ort: HS 24 im Kupferbau, Tübingen

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