The Idea of a Borderless World

Vortrag von Achille Mbembe in englischer Sprache

Achille Mbembe, einer der wichtigsten Theoretiker des Postkolonialismus, ist für vier Veranstaltungen zu Gast in Augsburg

Auf Einladung der Katholisch-Theologischen Fakultät und des Jakob-Fugger-Zentrums ist im Sommersemester 2018 der in Südafrika lebende Historiker, Politikwissenschaftler und Philosoph Achille Mbembe für vier Veranstaltungen zu Gast in Augsburg. Zum Auftakt spricht Achille Mbeme am 7. Mai 2018 im Hörsaal 1009 (Gebäude H, Jura) über „Borders in a World of Networks: Who Can Move, Who Can’t and Why?“. Studierende und Lehrende der Universität sowie alle interessierten Augsburger Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei, um Anmeldung wird gebeten.

Als Inhaber der „Internationalen Gastdozentur am Jakob-Fugger-Zentrum“ ist Prof. Dr. Achille Mbembe im laufenden Sommersemester zu Gast an der Universität Augsburg. In zwei Vorträgen, einem studentischen Workshop und einem Podiumsgespräch mit Claudia Kramatschek geht es um die Frage, welche Bedeutung Grenzen im Zeitalter der Netzwerke zukommt. Mbembe widmet sich dem Problem, wem in der Welt der Netzwerke Mobilität möglich ist und wer aus welchen Gründen von ihr ausgeschlossen ist. Er setzt sich mit den Implikationen der Vorstellung von einer grenzenlosen Welt auseinander und beleuchtet die Schwierigkeiten und Potenziale einer Dekolonialisierung des Wissens. In einem Podiumsgespräch stellt sich Achille Mbembe Fragen zu seinen Werken Kritik der schwarzen Vernunft (2014), Ausgang aus der langen Nacht (2016) und Politik der Feindschaft (2017).

Achille Mbembe hat eine Forschungsprofessur für Geschichte und Politik am Witwatersrand Institute for Social and Economic Research (WISER) der Universität Witwatersrand in Johannesburg, Südafrika inne. Er ist Autor zahlreicher Bücher, in denen er sich mit historischen und politischen Themen sowie mit Kritischer Theorie und Ästhetik auseinandersetzt. Seine Werke wurden in viele Sprachen übersetzt, auf Deutsch sind Kritik der schwarzen Vernunft (2014), Ausgang aus der langen Nacht (2016) und Politik der Feindschaft (2017) erschienen. Mbembe ist Mitglied der Amerikanischen Academy of Arts and Sciences. Er ist darüber hinaus vielfach ausgezeichnet worden, darunter 2015 mit dem Geschwister-Scholl-Preis.

Internationale Gastdozentur am Jakob-Fugger-Zentrum

Die Internationale Gastdozentur am Jakob-Fugger-Zentrum bietet Studierenden und Lehrenden der Universität Augsburg sowie interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Gelegenheit, international ausgewiesene Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kunst in Augsburg zu erleben. Mit Vorträgen, Seminaren und Debatten zu zentralen Fragen unserer Zeit fördert die Internationale Gastdozentur den Austausch zwischen den Dozentinnen und Dozenten, der Universität Augsburg und der Stadtgesellschaft. Die Internationale Gastdozentur ist eine gemeinsame Initiative der geistes-, kultur- und sozialwissenschaftlichen Fakultäten und des Jakob-Fugger-Zentrums der Universität Augsburg.

Die Katholisch-Theologische Fakultät und das Jakob-Fugger-Zentrum freuen sich, dass mit Prof. Dr. Achille Mbembe einer der bedeutendsten Denker des Postkolonialismus als Internationaler Gastdozent am Jakob-Fugger-Zentrum gewonnen werden konnte. Mit Achille Mbembe wird die Internationale Gastdozentur bereits zum vierten Mal seit ihrer Einrichtung besetzt. Die bisherigen Inhaber der Dozentur waren der ehemalige israelische Botschafter Avi Primor, der islamische Religionspädagoge Mouhanad Khorchide und die iranisch-kanadische Soziologin Haideh Moghissi.

Zu den Vorträgen sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei, um Anmeldung unter http://www.jfz.uni-augsburg.de wird gebeten.

Um Anmeldung unter www.jfz.uni-augsburg.de wird gebeten.

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Ansprechpartnerin:

Dr. Andrea Rehling

Jakob-Fugger-Zentrum

Universität Augsburg

Telefon +49(0)821/598-5924

jfz(at)praesidium.uni-augsburg(dot)de