Theoretische und empirische Grundlagen einer soziologischen Digitalisierungsforschung

1. Workshop des Arbeitskreises „Organisation und Digitalisierung“ der Sektion Organisationssoziologie der DGS mit einer Keynote von Ulrich Dolata, Universität Stuttgart

Die Forschung zu Digitalisierung ist in den letzten Jahren sprungartig angewachsen. Während digitale Technik schon lange gesellschaftliche Entwicklungen prägt, wird die aktuelle Forschung von neueren Debatten dominiert, wie beispielsweise jene zu Industrie 4.0, mobile digitale Arbeit, Online-Plattformen, oder Crowdsourcing. Um hierzu relevante Aussagen formulieren zu können, braucht es solide konzeptionelle Grundlagen. Diese sind insbesondere wichtig, um empirische Forschung anzuleiten, aber auch um einen produktiven wissenschaftlichen Austausch zu ermöglichen.

Der Arbeitskreis Digitalisierung und Organisation bestimmt dabei das Verhältnis von digitaler Technik und Organisation als Ausgangspunkt für eine grundlegende Auseinandersetzung mit aktuellen Fragestellungen. Wichtige Organisationen sind hier beispielsweise Unternehmen, Verbände, Gewerkschaften oder Ministerien. Der Workshop fragt nach den konzeptionellen Grundlagen, die helfen zu verstehen, wie Formen der Digitalisierung und Formen der Organisationen miteinander verbunden sind und wie diese aufeinander einwirken. Neben organisationssoziologischen Konzepten, beschäftigt sich der Arbeitskreis dabei explizit gerade auch mit Ansätzen aus der Arbeits-, Technik-, Wirtschafts-, oder Konsumsoziologie und greift Impulse aus der interdisziplinären Mediatisierungsforschung und anderen angrenzenden Disziplinen auf.

Der Arbeitskreis beschäftigt sich insbesondere mit den folgenden Themen,

  • … die spezifische theoretische Konzepte nutzen und/oder entwickeln, um empirisch zu Verhältnis von Digitalisierung und Organisation zu forschen
  • … die sich mit den Grenzen und Potentialen existierender theoretischer Konzepte für aktuelle Fragestellungen zu Digitalisierung und Organisation auseinandersetzen
  • … die empirische Ergebnisse vorstellen, die bestehende Konzepte und Theorien herausfordern

Neben Beiträgen von etablierten Wissenschaftlern zielt der Workshop insbesondere auf die Fragen und Forschungsprojekte des wissenschaftlichen Nachwuchses im Forschungsfeld. Der Workshop verbindet klassische Workshop-Formate mit Elementen, die einen intensiven Austausch zwischen den Teilnehmenden ermöglichen. Ziel ist die Weiterentwicklung der jeweiligen Projekte und eine gemeinsame Diskussion der aufgeworfenen Fragestellungen des Arbeitskreises.

Der Workshop findet am 18./19.05.2018 an der TU Berlin statt. Prof. Ulrich Dolata, Universität Stuttgart, wird die Keynote halten.

Für die Workshopteilnahme wird ein Beitrag von 25,00 € erhoben. (In begründeten Ausnahmefällen, kann die Finanzierung jedoch übernommen werden.)

Der Arbeitskreis ist Teil der Sektion Organisationssoziologie und wird koordiniert von: Dr. Tilo Grenz, Universität Wien; Dr. Stefan Kirchner, Universität Hamburg; Dr. Uli Meyer, Technische Universität München; Prof. Dr. Oliver Nachtwey, Universität Basel.

Bei Fragen zum Workshop, schreiben Sie gern den Koordinatoren.

Weitere Informationen zum Arbeitskreis auf: http://www.organisations-soziologie.de/ oder unter: https://www.researchgate.net/project/Arbeitskreis-Digitalisierung-und-Organisation-in-der-Sektion-Organisationssoziologie-der-Deutschen-Gesellschaft-fuer-Soziologie

Zum Programm (PDF)