Transnationales Sampling und die quantitative Forschung zu Mobilitätsprozessen

Workshop am 30. und 31. Januar 2020 an der Universität Hamburg

Ein Grundprinzip der empirischen Sozialforschung ist die Verallgemeinerbarkeit von Forschungsergebnissen. Während eine theoretische Generalisierung, wie sie in den qualitativen Methoden üblich ist, auf die Logik und Muster, die in den Einzelfällen zu finden sind, zielt, setzt die quantitative Generalisierung repräsentative Samples voraus, von denen auf eine Grundgesamtheit geschlossen werden kann. Repräsentativität wird dabei typischerweise in Bezug auf die Bevölkerung eines Landes oder einer Region definiert. Das dahinterliegende Verständnis einer Grundgesamtheit als territorial-räumlich verfasste Gesellschaft wird jedoch sowohl aus der Raumsoziologie (Löw 2001), als auch der Migrations- und der Mobilitätsforschung (Urry 2000) kritisiert.

In den Beiträgen des Workshops werden Sampling- und Analysestrategien der quantifizierenden Sozialforschung diskutiert, die der Kritik an den „Container“-Raum-Konzepten methodologisch und methodisch Rechnung getragen, ohne das Kriterium der Verallgemeinerbarkeit der Forschungsergebnisse aus dem Blick zu verlieren. Auch das Potential neuer Datenformate wird diskutiert.

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